Neues Psychologengesetz ist seit 1. Juli 2014 in Kraft

27. Juni 2014 Drucken
Neues Psychologengesetz ist seit 1. Juli 2014 in Kraft
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Bessere Patientenrechte soll das neue Psychologengesetz mit sich bringen, das nach einer Neufassung am 1. Juli 2014 in Kraft treten wird, so der Berufsverband Österreichischer Psychologen (BÖP) in einer Aussendung. Eine wesentliche Neuerung sei demnach die Auskunftspflicht gegenüber Patienten oder Klienten. Änderungen bringt das 2013 beschlossene Gesetz auch für die Psychologen selbst. Diese sind künftig verpflichtet, […]

Bessere Patientenrechte soll das neue Psychologengesetz mit sich bringen, das nach einer Neufassung am 1. Juli 2014 in Kraft treten wird, so der Berufsverband Österreichischer Psychologen (BÖP) in einer Aussendung. Eine wesentliche Neuerung sei demnach die Auskunftspflicht gegenüber Patienten oder Klienten. Änderungen bringt das 2013 beschlossene Gesetz auch für die Psychologen selbst. Diese sind künftig verpflichtet, über geplante diagnostische Verfahren, über Art, Umfang und Verlauf von Beratungen oder Behandlungsmaßnahmen sowie über psychologische Interventionen und eventuelle Risiken zu informieren, schrieb der BÖP. Auch über die möglichen Folgen der Behandlung oder eines Unterbleibens derselben müssen künftig Klienten unterrichtet werden.

Mehr Dokumentation und Ausbildung

Mit einer verbesserten Dokumentationspflicht wird Patienten mehr Transparenz in der Zusammenarbeit mit Psychologen garantiert. Ebenfalls sind Klienten und Patienten über die Kosten und allfällige Möglichkeiten der Kostenübernahme zu informieren. Das Gesetz wurde am 3. Juli 2013 mit den Stimmen aller Parlamentsparteien beschlossen.
Für die Psychologen selbst bedeutet das Gesetz – es ersetzt eine seit 1991 gültige Regelung – die Verpflichtung, eine zumindest fünfjährige akademische Ausbildung (dreijähriges Bachelorstudium und zweijähriges Masterstudium) absolvieren. Die Ausbildung klinischer Psychologen und Gesundheitspsychologen wird verbessert, die Supervision verpflichtend eingeführt und spezielle Curricula für Kinderpsychologen vorgeschrieben.
Die Tätigkeiten der Gesundheitspsychologen bzw. der Klinischen Psychologen bleiben diesen vorbehalten, ohne dass in die Tätigkeitsbereiche anderer Gesundheitsberufe (Ärzte, Psychotherapeuten) eingegriffen wird. Im März 2014 wurde zudem eine Änderung im Psychologengesetz beschlossen, die den Beruf der Gesundheitspsychologie deutlicher definiert. (APA)