Rauchverbot: Für WKO ist aktuelle Lösung „optimal“

03. September 2014 Drucken

Die neue Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser (SPÖ) hat angekündigt, an dem Plan für ein generelles Rauchverbot in der Gastronomie festzuhalten und es zu propagieren. Nichts geändert hat sich durch den Ministerwechsel allerdings an der Haltung der Wirtschaftskammer Österreich, wie Gastronomie-Fachobmann Helmut Hinterleitner gegenüber der APA erklärte. Er hält die geltende Regelung unverändert „für eine optimale Lösung“. […]

In Frankreich, Irland, Italien und Skandinavien gilt in der Gastronomie ein absolutes Rauchverbot. Heimische Wirtschaftsvertreter warnen vor einem beschleunigten Wirtshaussterben, vor allem am Land. |© Klicker/pixelio.de

In Frankreich, Irland, Italien und Skandinavien gilt in der Gastronomie ein absolutes Rauchverbot. Heimische Wirtschaftsvertreter warnen vor einem beschleunigten Wirtshaussterben. |© Klicker/pixelio.de

Die neue Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser (SPÖ) hat angekündigt, an dem Plan für ein generelles Rauchverbot in der Gastronomie festzuhalten und es zu propagieren. Nichts geändert hat sich durch den Ministerwechsel allerdings an der Haltung der Wirtschaftskammer Österreich, wie Gastronomie-Fachobmann Helmut Hinterleitner gegenüber der APA erklärte. Er hält die geltende Regelung unverändert „für eine optimale Lösung“. Finden Sie in dem Artikel auch einen Link, wie Europas Staaten die Frage des Rauchverbots in der Gastronomie regeln. 

Wirtshaussterben werde beschleunigt

„Der aus dem Amt geschiedene Minister, Alois Stöger (SPÖ), hat die Sache erst vor 14 Tagen neuerlich thematisiert. Unsere Meinung hat sich seither nicht geändert. Wir haben in Österreich eine optimale Lösung mit der Wahlfreiheit für Raucher und Nichtraucher. Viele andere Länder beneiden uns um diese Lösung“, sagte Hinterleitner. In nördlichen Ländern hätte sich gezeigt, dass ein generelles Gastronomie-Rauchverbot speziell in ländlichen Gebieten zu einem Sterben der Wirtshäuser geführt und das Entstehen von reinen „Schlafstädten“ gefördert hätte. Ob das sozial- und gesundheitspolitisch positiv sei, wäre mehr als zu bezweifeln. Man sehe bei der Bundeswirtschaftskammer einem Gespräch mit der neuen Ressortchefin positiv entgegen: „Wir haben viele Themen zu besprechen.“ So wolle man beispielsweise die Strafobergrenze für Verstöße gegen die Allergen-Kennzeichnungspflicht von derzeit 50.000 Euro herabgesetzt haben. In Sachen Rauchen in der Gastronomie sei aber, so Hinterleitner, keine Änderung am Platz. Die Rauch-Prävention sei vom Gesundheitsministerium bei den Jugendlichen voranzutreiben, der „Rücken der Gastronomie“ sollte dabei nicht der Austragungsort sein. (APA).

 

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