Deutsche Logistikbranche spürt Konjunkturflaute

22. September 2014 Drucken

Die deutschen Logistik-Firmen spüren zunehmend die Konjunkturflaute und die Verunsicherung wegen der weltweiten Krisen. „Die Stimmung der Logistiker in Industrie, Handel und Dienstleistung ist im dritten Quartal 2014 auf das Niveau von vor einem Jahr zurückgefallen“, sagte der Chef der deutschen Bundesvereinigung Logistik (BVL), Raimund Klinkner. Schlechtes Zeichen Das vom Kieler IfW-Institut berechnete Barometer fiel […]

Die Logistikbranche gilt als zuverlässiger Indikator für konjunkturelle Probleme. |©  APA

Die Logistikbranche gilt als zuverlässiger Indikator für konjunkturelle Probleme. |© APA

Die deutschen Logistik-Firmen spüren zunehmend die Konjunkturflaute und die Verunsicherung wegen der weltweiten Krisen. „Die Stimmung der Logistiker in Industrie, Handel und Dienstleistung ist im dritten Quartal 2014 auf das Niveau von vor einem Jahr zurückgefallen“, sagte der Chef der deutschen Bundesvereinigung Logistik (BVL), Raimund Klinkner.

Schlechtes Zeichen

Das vom Kieler IfW-Institut berechnete Barometer fiel um rund 13 Punkte auf 124,9 Zähler. Der Index spiegelt mit Werten von über 100 Punkten zwar Wachstum wider. Die Firmen beurteilten jedoch erstmals seit Mitte 2013 ihre Lage besser als die Aussichten. „Das signalisiert eine nachlassende Dynamik der Wirtschaft und kann – wie schon häufiger in der Vergangenheit – ein Signal für längerfristig sinkende Wachstumsraten sein“, ergänzte Klinkner. Die deutsche Wirtschaft war zwischen April und Juni erstmals seit einem Jahr geschrumpft. Hauptgrund dafür ist, dass einerseits die Erholung im Euroraum schwächer ausfällt als erhofft. Andererseits steigt die Unsicherheit wegen der Krisen in der Ukraine und im Nahen Osten: Die Unternehmen halten sich deswegen mit Investitionen zurück.