Deutsche Energieprobleme greifen auf Österreich über

05. November 2014 Drucken

Deutschland hat mit seinem Alleingang bei der Energiewende Probleme am Strommarkt exportiert, auch nach Österreich, sagte der Chef des deutschen Bundeskartellamts, Andreas Mundt, am Mittwoch bei einer Veranstaltung der E-Control in Wien. Die Folgen seien fallende Strompreise, die herkömmliche Kraftwerke – auch hierzulande – unrentabel machen. Bei den Verbrauchern kommen die niedrigeren Preise aber nicht […]

Der Chef des deutschen Bundeskartellamts, Andreas Mundt:  Die fallenden Strompreise machen Kraftwerke auch in Österreich unrentabel.  Verbraucher merken davon nichts.  |© APA

Andreas Mundt, Chef des deutschen Bundeskartellamts,: Die fallenden Strompreise machen Kraftwerke auch in Österreich unrentabel. Verbraucher merken davon nichts. |© APA

Deutschland hat mit seinem Alleingang bei der Energiewende Probleme am Strommarkt exportiert, auch nach Österreich, sagte der Chef des deutschen Bundeskartellamts, Andreas Mundt, am Mittwoch bei einer Veranstaltung der E-Control in Wien. Die Folgen seien fallende Strompreise, die herkömmliche Kraftwerke – auch hierzulande – unrentabel machen. Bei den Verbrauchern kommen die niedrigeren Preise aber nicht an. Die Energiewende belastet deutsche Haushalte und Unternehmen jährlich mit 23,4 Mrd. Euro. Für einen Zwei-Personen-Haushalt sind das 260 Euro, vor ein paar Jahren seien es nur 20 Euro pro Jahr gewesen, führte Mundt aus.

Keine staatliche Intervention

Mundt warnt vor nationalen Subventionen, die den europäischen Strommarkt verzerren würden. Bei der Diskussion um Kapazitäten wies der Wettbewerbshüter darauf hin, dass Deutschland schon derzeit auf Stromreserven aus Österreich angewiesen sei, der Bedarf werde sich bis 2016. (APA)