Österreichs Arbeitskosten im oberen EU-Mittelfeld

18. November 2014 Drucken
Österreichs Arbeitskosten im oberen EU-Mittelfeld
© Paul-Georg Meister/pixelio.de

Deutschland und Österreich liegen mit ihren Arbeitskosten im oberen Mittelfeld der Europäischen Union. Mit 31,30 Euro pro Stunde lag die Bundesrepublik bei den Arbeitskosten für die Privatwirtschaft 2013 an achter Stelle, vor Österreich, das mit 30,9 Euro auf Rang neun kam. Im Schnitt des Euroraums kostet eine Arbeitsstunde in der Privatwirtschaft 29 Euro, im Schnitt […]

Deutschland und Österreich liegen mit ihren Arbeitskosten im oberen Mittelfeld der Europäischen Union. Mit 31,30 Euro pro Stunde lag die Bundesrepublik bei den Arbeitskosten für die Privatwirtschaft 2013 an achter Stelle, vor Österreich, das mit 30,9 Euro auf Rang neun kam. Im Schnitt des Euroraums kostet eine Arbeitsstunde in der Privatwirtschaft 29 Euro, im Schnitt der EU sind es 23,9 Euro. Die österreichischen Arbeitskosten sind laut dieser Studie von 2000 bis 2013 jährlich im Schnitt um 2,9 Prozent gestiegen, was genau dem Durchschnitt der EU-28 entspricht. Allerdings wuchsen diese Kosten von 2000 bis 2008 unterdurchschnittlich und seither überdurchschnittlich.

Dänen lügen nicht

Am teuersten ist eine Arbeitsstunde in Dänemark mit 41,4 Euro vor Belgien mit 41,2 Euro. Am wenigsten kostet die Arbeitsstunde in Rumänien (4,5 Euro) und Bulgarien (3,7 Euro), wie das Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung (IMK) ermittelte.

Mit 31,30 Euro pro Stunde lag die Bundesrepublik bei den Arbeitskosten an achter Stelle, vor Österreich, das mit 30,9 Euro auf Rang neun kam. |© Hans Böckler-Stiftung (zum Vergrößern bitte anklicken)

Mit 31,30 Euro pro Stunde lag die Bundesrepublik bei den Arbeitskosten an achter Stelle, vor Österreich, das mit 30,9 Euro auf Rang neun kam. |© Hans Böckler-Stiftung (zum Vergrößern bitte anklicken)

„Wir könnten und müssten in der gegenwärtigen Situation die Nachfragelokomotive in Europa sein“, verlangte IMK-Ökonom Gustav Horn. Er sprach sich für gesamtwirtschaftliche Lohnsteigerungen in Deutschland um „deutlich mehr als drei Prozent“ aus, um die Konjunktur in der Bundesrepublik und Europa zu stärken.

Zu den Arbeitskosten zählen der Bruttolohn, der Arbeitgeberanteil an den Sozialbeiträgen, Aufwendungen des Arbeitgebers für Aus- und Weiterbildung sowie bestimmte Steuern. (APA/red)