Gastronomie: Die neuen Informationspflichten über Allergene

25. November 2014 Drucken
Gastronomie: Die neuen Informationspflichten über Allergene
© Steffi Pelz/pixelio.de Gastronomie: Die neuen Informationspflichten über Allergene

Am 13.Dezember tritt die neue EU-Lebensmittelinformationsverordnung Nr. 1169/2011 in Kraft. Die bisher nur für verpackte Lebensmittel geltenden Informationspflichten über das Vorkommen der 14 Hauptallergene wird auch auf sogenannte „lose Ware“ ausgedehnt. Ab diesem Zeitpunkt müssen europaweit alle Gastgewerbebetriebe jene Zutaten in ihren Gerichten deklarieren, die Allergien oder Lebensmittelunverträglichkeiten auslösen können. Die Regelung gilt auch für landwirtschaftliche Produzenten. Eine mündliche […]

Was ist da von den 14 allergenen Soffen drinnen? Ab 13. Dezember muss der Wirt darüber Auskunft geben können.  |© Tim Reckmann/pixelio.de

Was ist da von den 14 allergenen Stoffen drinnen? Ab 13. Dezember muss der Wirt darüber Auskunft geben können. |© Tim Reckmann/pixelio.de

Am 13.Dezember tritt die neue EU-Lebensmittelinformationsverordnung Nr. 1169/2011 in Kraft. Die bisher nur für verpackte Lebensmittel geltenden Informationspflichten über das Vorkommen der 14 Hauptallergene wird auch auf sogenannte „lose Ware“ ausgedehnt. Ab diesem Zeitpunkt müssen europaweit alle Gastgewerbebetriebe jene Zutaten in ihren Gerichten deklarieren, die Allergien oder Lebensmittelunverträglichkeiten auslösen können. Die Regelung gilt auch für landwirtschaftliche Produzenten. Eine mündliche Auskunft auf Anfrage des Gastes ist dabei ausreichend. Die Wirtschaftskammer Österreich hat die notwendigen Infos zusammengetragen.

Grundsätzliches zur Informationspflicht

Die Informationspflicht gilt für Lebensmittel (einschließlich Getränke), die

  • für den Endverbraucher bestimmt sind.
  • von Anbietern der Gemeinschaftsverpflegung abgegeben werden.
  • für die Lieferung an Anbieter von Gemeinschaftsverpflegung bestimmt sind.
  • in Verkehrsunternehmen verabreicht werden, wenn der Abfahrtsort innerhalb der Hoheitsgebiete der EU-Mitgliedsstaaten liegt.

Die Informationsverpflichtung besteht, wenn für die Herstellung Zutaten verwendet werden, die in eine der 14 Hauptkategorien (einschließlich Erzeugnissen davon) fallen.

Wie kommt man zu Informationen über enthaltene Allergene in Vorprodukten?

Für Hersteller von verpackten Lebensmitteln gilt bereits seit 2005 eine Kennzeichnungsverpflichtung für die 14 häufigsten Allergene im Rahmen des Zutatenverzeichnisses. Ab 13. Dezember 2014 müssen alle Hersteller von Lebensmittel-Vorprodukten (z.B. Convenience, Gewürzen etc…) alle Hauptallergene entsprechend kennzeichnen. Dies gilt auch für landwirtschaftliche Produzenten von Lebensmitteln und den bäuerlichen Direktvertrieb (zum Beispiel Bauernwürste)!

Wo finden sich die Informationen der Hersteller?

  • Verpackte Lebensmittel: Hersteller sind verpflichtet, jene Zutaten, die in eine der 14 Kategorien des Anhang II fallen, in der Zutatenliste auf dem Etikett bzw. der Verpackung deutlich hervorzuheben (z.B. durch Fettdruck oder Unterstreichen). Wenn keine Zutatenliste vorhanden ist, muss ein ausdrücklicher Hinweis auf die entsprechende Zutat erfolgen „enthält….“
  • Unverpackte Lebensmittel: Produktinformationsblätter für Weiterverarbeitende
  • In Online-Shops oder anderen digitalen Kanälen verkaufte Lebensmittel: Verlinkung auf alle verpflichtenden Allergie-Angaben bei den jeweiligen Zutaten in der Zutatenliste.

 

Mehr zum Thema: