Gastronomie: Kennzeichnungspflicht für allergene Stoffe

10. Dezember 2014 Drucken

Mit 13. Dezember 2014 tritt die EU-Lebensmittelinformationsverordnung in Kraft, wonach in Restaurants und Hotels bei allen Gerichten jene Zutaten dokumentiert werden müssen, die Allergien und Lebensmittelunverträglichkeiten auslösen können. Die Information über die Inhaltsstoffe kann bei entsprechender Kenntnis durch nachweislich geschulte Mitarbeiter auch mündlich – und nicht nur, wie ursprünglich von der EU vorgesehen schriftlich – […]

Gastronomen müssen über allergene Inhaltsstoffe in Speisen informieren. |© Katharina Wieland Müller/pixelio.de

Gastronomen müssen über allergene Inhaltsstoffe in Speisen informieren. |© Katharina Wieland Müller/pixelio.de

Mit 13. Dezember 2014 tritt die EU-Lebensmittelinformationsverordnung in Kraft, wonach in Restaurants und Hotels bei allen Gerichten jene Zutaten dokumentiert werden müssen, die Allergien und Lebensmittelunverträglichkeiten auslösen können. Die Information über die Inhaltsstoffe kann bei entsprechender Kenntnis durch nachweislich geschulte Mitarbeiter auch mündlich – und nicht nur, wie ursprünglich von der EU vorgesehen schriftlich – erfolgen.

Online-Plattform unterstützt Gastronomiebetriebe

Als Serviceleistung hat die Wirtschaftskammer mit einer österreichweiten Online-Rezept-Plattform, ein kostenloses Tool für Betriebe entwickelt,  mit dem die Erfassung der Zutaten und die Dokumentation der darin enthaltenen informationspflichtigen Allergene ganz einfach gemacht wird. Gastwirte können hier ihre verwendeten Zutaten eingeben und das Programm findet dazu die entsprechenden Allergenen-Informationen. Die Zutatenlisten mit den entsprechenden Allergen-Informationen können gespeichert bzw. ausgedruckt werden und sind damit gleichzeitig eine geeignete Dokumentation im Sinne der Allergeninformations-Verordnung.

Darüber hinaus sind in der Datenbank zum Start bereits 600 fix und fertige Rezepturen hinterlegt, die übernommen und gegebenenfalls individuell adaptiert werden können. Produkte, die sich (noch) nicht in der Datenbank befinden, können beim Support gemeldet werden, der sie in der Folge in die Datenbank integriert. Der bis dato geplante Strafrahmen – ein Verstoß gegen die Informationspflicht kann mit einer Geldstrafe bis zu 50.000 Euro geahndet werden, im Wiederholungsfall droht ein Bußgeld von bis zu 100.000 Euro.