Kaufkraft steigt um 0,3 Prozent

16. Dezember 2014 Drucken
Kaufkraft steigt um 0,3 Prozent
Mit einem infaltionsbereinigten Anstieg von 0,3 Prozent wächst die Kaufkraft laut einer Studie in Österreich nur minimal. Steigende Fixkosten lassen für den Einzelhandel wenig übrigt. |© APA © APA

Gegenüber dem Vorjahr dürfte die Kaufkraft der Österreicher heuer um 2,1 Prozent steigen, das ist inflationsbereinigt ein leichtes Plus von 0,3 Prozent. Die Pro-Kopf-Kaufkraft ist damit auf 20.389 Euro gestiegen und liegt erstmals über der 20.000-Euro-Marke . Der Einzelhandel profitiert kaum davon. Je reicher die Menschen werden, desto mehr geben sie prozentuell fürs Wohnen, Pensionsvorsorge, Bildung oder […]

Gegenüber dem Vorjahr dürfte die Kaufkraft der Österreicher heuer um 2,1 Prozent steigen, das ist inflationsbereinigt ein leichtes Plus von 0,3 Prozent. Die Pro-Kopf-Kaufkraft ist damit auf 20.389 Euro gestiegen und liegt erstmals über der 20.000-Euro-Marke . Der Einzelhandel profitiert kaum davon. Je reicher die Menschen werden, desto mehr geben sie prozentuell fürs Wohnen, Pensionsvorsorge, Bildung oder Reisen und Freizeit aus, wie aus einer Studie des Marktforschungsunternehmens RegioData Research hervorgeht. 

Kapital nach Steuer und Abgaben

Dabei versteht man unter Kaufkraft alle in einem Jahr für Konsum zur Verfügung stehenden Geldmittel – also vor allem für Ernährung, Wohnen, Energie, Einrichtung, Kleidung, Körperpflege, Gesundheit oder Verkehr. Gemeint ist auch nicht der Wohlstand einzelner Personen, sondern die Kaufkraft wird hier als nationaler oder regionaler Wohlstandsindikator verwendet. Rund 30 Prozent der verfügbaren Kaufkraft gibt ein Österreicher im Durchschnitt für Einzelhandelsprodukte aus – dieser Anteil lag vor rund zehn Jahren noch bei etwa 40 Prozent. „Das Mehr an Geld wird entweder angespart oder für höhere Fixkosten oder Leistungen ausgegeben, die uns sinnvoller erscheinen, so zum Beispiel für Bildungs- und Erholungsangebote“, sagte der Geschäftsführer von RegioData Research, Wolfgang Richter, laut Aussendung. (APA)