Kreditkarten-Agios sollen für Händler deutlich sinken

18. Dezember 2014 Drucken
Kreditkarten-Agios sollen für Händler deutlich sinken
Das Europaparlamkent will die Kreditkartengebühren für Händler auf 0,2 bis 0,3 Prozent senken. Indirekt sollen auch die Käufer profitieren. | © Tim Reckmann/pixelio.de © Tim Reckmann/pixelio.de

In Europa sollen die Gebühren für Einkäufe mit Kredit- und EC-Karten sinken. Damit würden Händler entlastet und letztlich auch die Kunden, teilte das Europaparlament nach Verhandlungen mit Vertretern der 28 EU-Mitgliedstaaten mit. Der Kompromiss muss später noch von der Volksvertretung und dem EU-Ministerrat in Brüssel – dort sind die Mitgliedstaaten vertreten – förmlich bestätigt werden. Die Gebühren sollen für […]

In Europa sollen die Gebühren für Einkäufe mit Kredit- und EC-Karten sinken. Damit würden Händler entlastet und letztlich auch die Kunden, teilte das Europaparlament nach Verhandlungen mit Vertretern der 28 EU-Mitgliedstaaten mit. Der Kompromiss muss später noch von der Volksvertretung und dem EU-Ministerrat in Brüssel – dort sind die Mitgliedstaaten vertreten – förmlich bestätigt werden. Die Gebühren sollen für EC-Karten 0,2 Prozent des Kaufpreise betragen, bei Kredfitkarten 0,3 Prozent.

Agio bei 0,2 – 0,3 Prozent

Bei der Deckelung geht es um Verarbeitungsgebühren (interchange fees), die Banken untereinander festlegen und von den Einzelhändlern verlangen, wenn Kunden beim Einkauf mit Karte zahlen. Die Händler schlagen diese Gebühren zumeist auf die Preise auf. Künftig sollen die Gebühren bei Kreditkarten höchstens 0,3 Prozent des Kaufpreises betragen dürfen, bei EC- und anderen Bankkarten 0,2 Prozent. Der Gebühren-Deckel soll laut dem Parlament sechs Monate nach Inkrafttreten des Gesetzes gelten, ein Termin dafür wurde noch nicht genannt. Das Europaparlament wird erst im kommenden Jahr über den Kompromiss abstimmen können.