Autokonzerne sehen ihre Position für die nächsten zehn Jahre gesichert

09. Januar 2015 Drucken
Autokonzerne sehen ihre Position für die nächsten zehn Jahre gesichert
Innovation bleibt der Wettbewerbsfaktor unter den Premiummarken. Kundenbindung ist ein weiterer entscheidender Faktor für den anstehenden Verdrängungswettbewerb. |© Martina Friedl/pixelio.de © Martina Friedl/pixelio.de

Die Premiummarken und Großanbieter werden in der Automobilbranche auch in den kommenden zehn Jahren marktbeherrschend sein. Drei Viertel aller in einer Studie Befragten glauben, dass etablierte Marken bis 2025 den Markt weiter dominieren. Diese Meinung vertreten Führungskräfte der Autokonzerne, die im Zuge der KPMG Studie „Global Automotive Executive“ zu ihrer Einschätzung befragt wurden. Der Druck auf die Automobilbranche komme […]

Die Premiummarken und Großanbieter werden in der Automobilbranche auch in den kommenden zehn Jahren marktbeherrschend sein. Drei Viertel aller in einer Studie Befragten glauben, dass etablierte Marken bis 2025 den Markt weiter dominieren. Diese Meinung vertreten Führungskräfte der Autokonzerne, die im Zuge der KPMG Studie „Global Automotive Executive“ zu ihrer Einschätzung befragt wurden. Der Druck auf die Automobilbranche komme laut KPMG von zwei Seiten: erhöhte Regulierungen und zunehmend technisches Know-how der Käufer.

Elektroautos bringen Änderungspotential

Mehr als die Hälfte der Automobilfirmen glaubt nicht an einen Umbruch in den kommenden fünf Jahren. Nur jeder Zehnte erwartet größere Veränderungen innerhalb der Branche. Dieser Optimismus wird von drei Viertel der Befragten geteilt, die bis 2025 ihre Position gesichert sehen. Für 67 Prozent ist es durchaus möglich, dass Elektroautos in Zukunft eine führende Rolle einnehmen. Traditionelle Unternehmen sehen sich zukünftig nicht nur mit neuen Konkurrenten konfrontiert, sondern einem zunehmenden Wandel der Mobilitätskultur. Eine bedeutende Rolle wird der Technologie- und Kommunikationsbranche zugeschrieben. Hier liegt es an den Herstellern, Geschäftsmodelle zu entwickeln, die auf eine Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen bauen, um innovative Technologien und Dienstleistungen anbieten zu können.

Druck von zwei Seiten

Den Druck spürt die Automobilbranche von zwei Seiten. Es werden neue Vorgaben erwartet, die eine Optimierung der traditionellen Antriebstechniken und Investitionen in neue Technologien verlangen. Auf der anderen Seite stehen die Konsumenten mit zunehmend technischem Know-how, die innovative Leistungen fordern.
Zwei Drittel der Befragten setzen in ihrer Strategie weiter auf Wachstum. An zweiter Stelle stehen der Aufbau der Wertschöpfungskette und Diversifikation (54 Prozent). Die Zusammenarbeit mit Industrieunterunternehmen (49 Prozent) nimmt hinsichtlich der Marktbearbeitung einen höheren Stellenwert ein als die Partnerschaft mit anderen Automobilherstellern (45 Prozent). Auch hierdurch wird die zunehmende Bedeutung der Technologie ersichtlich.
Für die KPMG-Analysten liegt hier eine der wesentlichen Herausforderung für die Branche: Wachstum alleine reicht nicht aus, um zu bestehen. Premiummarken müssen rascher Innovationen anstreben, um neue Produkte und Dienstleistungen, die den gesamten Fahrzeuglebenszyklus begleiten, auf den Markt zu bringen. Dazu gehöre auch ein Fokus auf intensiver Kundenbindung.

Neue Mobilitätskonzepte forderrn neue Strategien

Die nächsten Jahre werden laut Umfrage ein Prozess des Umdenkens. Für etablierte Produzenten könnten die ungewissen Zukunftsaussichten beim Thema Mobilität ein Anstoß zur Neuorientierung sein, denn es gilt eine Vielzahl von Technologien und Geschäftsmodellen zu übertreffen. Ein Zusammenschluss mit anderen Unternehmen bietet nicht nur die Möglichkeit Kosten und Risiken zu teilen, sondern auch wertvolles Wissen zu generieren.