Kärnten und Förderungen: KWF hat 2015 rund 30 Mio. Euro zu vergeben

12. Januar 2015 Drucken
Kärnten und Förderungen: KWF hat 2015 rund 30 Mio. Euro zu vergeben
Schloss am Wörthersee: Die Kärntner Wirtschaftsförderung zielt 2015 auf mehr Ansiedlungen außerhalb der Ballungszentren ab. |© Udo Sodeikat/pixelio.de © Udo Sodeikat/pixelio.de

Das Budget des Kärntner Wirtschaftsförderung Fonds (KWF), dem eine fünfjährige Finanzierungsvereinbarung mit dem Land Kärnten zugrunde liegt, ist für das Jahr 2015 mit rund 30 Mio. EUR dotiert. Dabei beträgt die Basisfinanzierung des Landes ca. 23 Mio. EUR, die durch 7 Mio. EUR an EU-EFRE* -Mittel aufgestockt werden. Im Bereich »Forschung und Entwicklung« soll der Aufholprozess in Bezug auf […]

Das Budget des Kärntner Wirtschaftsförderung Fonds (KWF), dem eine fünfjährige Finanzierungsvereinbarung mit dem Land Kärnten zugrunde liegt, ist für das Jahr 2015 mit rund 30 Mio. EUR dotiert. Dabei beträgt die Basisfinanzierung des Landes ca. 23 Mio. EUR, die durch 7 Mio. EUR an EU-EFRE* -Mittel aufgestockt werden. Im Bereich »Forschung und Entwicklung« soll der Aufholprozess in Bezug auf die Forschungsquote – Kärnten hält bei 2,8 % und nimmt im Österreich-Ranking Platz 3 ein – ausgebaut werden. Rund 10 Mio. EUR sind für das kommende Jahr in diesem Geschäftsfeld vorgesehen.

Für Investitionsförderungen zwischen 8 und 10 Mio. Euro

Für den klassischen Bereich »Investitionsförderungen« sind zwischen 8 und 10 Mio. EUR geplant. Es gilt die eingeleitete Strukturentwicklung hin zu hochmodernen Produktionstechnologien voranzutreiben. Diese für die Wettbewerbsfähigkeit in allen Branchen entscheidenden Technologien sollen durch einen branchenübergreifenden Ansatz gestärkt werden, der auf die Förderung von Austausch und Vernetzung sowie den Zugang zu überregionalen Know-how-Trägern setzt. Die Investitionsförderungen starten ab einem Investitionsvolumen (förderbare Kosten*) von 5.000,- EUR. Die Gewährung erfolgt als nicht zurückzuzahlender Zuschuss oder bei einer Bankenfinanzierung als Kapitalkostenzuschuss*. Ein großer Teil der Förderprogramme ist an Anschlussförderungen der Bundesförderstellen gekoppelt, um Synergien zu nutzen und eine bestmögliche Mittelausnutzung zu gewährleisten.

Impulseffekte gesucht – vor allem für Bauwirtschaft

Einige Programme, wie aktuell der »Kleinunternehmer-« und »Gemeindescheck« werden als zeitlich befristete Ausschreibungen angeboten, um Impulse und Anreizeffekte zu setzen. Die beiden letztgenannten sollen das Bauhaupt- und Nebengewerbe während der Wintermonate ankurbeln und der Winterarbeitslosigkeit am Bau entgegenwirken. Der Mindestinvestition von 50.000,- EUR steht eine maximale Förderung von 10.000,- EUR gegenüber (attraktive 20 % Förderquote).

Unternehmensgründung weiter unterstützt

Unter dem Aspekt der ganzheitlichen Unternehmensentwicklung gilt es den Kärntner Unternehmen maßgeschneiderte Finanzierungslösungen anzubieten. Von der Idee der Unternehmensgründung (»Seed«-Phase) bis hin zur möglichen Restrukturierungsmaßnahmen stehen Finanzierungselemente wie stille Beteiligungen oder Start-Up-Darlehen mit einer Dotation von rund 5 Mio. EUR zur Verfügung.

Mehr Ansiedlungen

Die Wirtschaftsentwicklung mit den Bereichen Betriebsansiedlung/Standorte soll forciert werden, dafür ist ein Budget von 3 Mio. EUR vorgesehen. Zum mit 2 Mio. EUR veranschlagten Geschäftsfeld »Unternehmens- und Projektentwicklung« zählt der Bereich der Beratungs- und Qualifizierungsmaßnahmen für zukunftsfähige Unternehmen. Es gilt Rahmenbedingungen zu schaffen, die Unternehmensentwicklungspotenziale heben und das Umfeld für Unternehmen verbessern, wodurch eine verbesserte Wettbewerbssituation (Positionierung) angestrebt wird.

© KWF

50 Prozent aller Kärntner Gemeinden dürfen höher gefördert werden. Diese Möglichkeit soll die Betriebsansiedlung außerhalb der Ballungsgebiete erleichtern. |© KWF

Höhere Fördersätze für Regionalfördergebiete

Die neue seit 1. Juli 2014 gültige Fördergebietskarte Kärnten für die EU-Periode 2014 – 2020 weist die Hälfte (66) der insgesamt 132 Kärntner Gemeinden als Regionalfördergebiete*, in denen lt. EU-Wettbewerbsrecht höhere Fördersätze gewährt werden dürfen, aus. Rund 242.000 Personen leben in Regionalfördergebieten, gut 45.000 mehr als in der EU-Periode 2007 – 2013. Die Möglichkeit der höheren Förderung soll den Zuzug von Unternehmen in Gemeinden außerhalb der Zentralräume Klagenfurt und Villach forcieren bzw. einem möglichen Abzug entgegenwirken. Die Gemeindebewohner finden vor Ort Beschäftigung, müssen nicht auspendeln und die örtliche Infrastruktur bleibt erhalten. Insgesamt stehen in der laufenden, siebenjährigen EU-Periode rund 57 Mio. EUR an EU-EFRE*-Mittel zur Verfügung.

 

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