Seilbahnwirtschaft: Österreichs Lifte und Seilbahnen machen 1,2 Mrd. Euro Umsatz

04. Februar 2015 Drucken
Seilbahnwirtschaft: Österreichs Lifte und Seilbahnen machen 1,2 Mrd. Euro Umsatz
Heimische Seilbahn- und Liftwirtschaft macht 1,2 Mrd. Umsatz. Rund die Hälfte wird in Erweiterung und Modernisierung reinvestiert. |© ruhaltinger © ruhaltinger

Mit knapp 3.000 Liftanlagen, die jährlich in etwa 600 Millionen Menschen befördern, spielt die Seilbahnwirtschaft eine bedeutende Rolle in Österreichs Tourismusindustrie, den europäischen Marktführer im Wintersport-Tourismus. Die Branche machte im vergangenen Winter 1,2 Mrd. Umsatz und halten direkt und indirekt 110.000 Mitarbeiter in Lohn und Brot.  Beinahe die Hälfte des letztjährigen Umsatzes, geschätzte 539 Mio. Euro, wurden […]

Mit knapp 3.000 Liftanlagen, die jährlich in etwa 600 Millionen Menschen befördern, spielt die Seilbahnwirtschaft eine bedeutende Rolle in Österreichs Tourismusindustrie, den europäischen Marktführer im Wintersport-Tourismus. Die Branche machte im vergangenen Winter 1,2 Mrd. Umsatz und halten direkt und indirekt 110.000 Mitarbeiter in Lohn und Brot.  Beinahe die Hälfte des letztjährigen Umsatzes, geschätzte 539 Mio. Euro, wurden laut Fachverband der Seilbahnen Österreichs für die aktuelle Wintersaison in die Modernisierung der Anlagen investiert.

7 Mrd. Investitionen in vergangenen 15 Jahren

Die österreichische Seilbahnwirtschaft setzte im vergangenen Winter 1,2 Milliarden Euro um. Insgesamt wurden seit dem Jahr 2000 rund 7 Milliarden Euro in die Modernisierung und Sicherheit der Seilbahnanlagen investiert wurden. Laut Fachverband werden direkt und indirekt 111.000  Arbeitsplätze geschaffen. Beispiel: In der Pinzgauer Region Zell am See-Kaprun kommen auf 550 MitarbeiterInnen bei den Seilbahnen 3000 Arbeitskräfte in Branchen wie Gastronomie, Einzelhandel, Freizeit/Unterhaltung usw. Zusätzlich werden noch indirekt Arbeitsplätze im Baugewerbe, Kleingewerbe, Versicherungen, Banken etc. gesichert. In den Weihnachtsferien 2014 waren in der Region Zell am See/Kaprun 25.000 Gäste. Die direkte Wertschöpfung der Seilbahnen bedeutet in dieser Region 13,7 Mio. Euro, die Gesamtwertschöpfung beträgt 100,5 Mio. Euro.

Überproportionale wirtschaftliche Bedeutung des Wintertourismus

Jeder sechste weltweite Skitag in Österreich statt. Einer der Erfolgsgründe ist für den Fachverband die charakteristische Eigentümerstruktur der Seilbahnunternehmen ohne bedeutende internationale Besitzverhältnisse. Dies schaffe enge Verbundenheit zu den jeweiligen Orten und stärke das Verantwortungsbewusstsein auch abseits der wirtschaftlichen Situation. Bergbahnnutzende Wintersportler schafffen einen Bruttoumsatz von rund 7,2 Mrd. Euro, wie aus einer Erhebung zur Wertschöpfung von MANOVA hervorgeht. Die Republik Österreich profitiert dabei mit einem Umsatzsteueraufkommen von über einer Milliarde Euro in erheblichem Umfang von diesen Ausgaben. Aus den 7,2 Milliarden Euro Bruttoumsatz entstehe eine Wertschöpfung von knapp 4 Milliarden Euro als Beitrag zum Bruttoinlandsprodukt, wovon 772 Millionen Euro direkt bei den Seilbahnen anfallen“, so die Aussendung.