Pensionsvorsorge holt in Prioritätenliste der Sparer auf

09. Februar 2015 Drucken
Pensionsvorsorge holt in Prioritätenliste der Sparer auf
14 Prozent aller Anschaffungen werden derzeit fremdfinanziert. 2,5 Prozent auf 10 Jahre fix machen die Entscheidung einfach. |© Markus Vogelbacher/pixelio.de © Markus Vogelbacher/pixelio.de

Die Österreicher planen heuer um 400 Euro mehr zu sparen als im Vorjahr. Insgesamt sollen 5.100 Euro auf die hohe Kante wandern. Das Sparbuch ist dabei trotz der niedrigen Zinsen immer noch die präferierte Anlageform.  Größere Neuanschaffungen werden zu 14 Prozent über Kredite finanziert, deren Summe im Schnitt bei 74.400 Euro liegt, wie eine Umfrage im […]

Die Österreicher planen heuer um 400 Euro mehr zu sparen als im Vorjahr. Insgesamt sollen 5.100 Euro auf die hohe Kante wandern. Das Sparbuch ist dabei trotz der niedrigen Zinsen immer noch die präferierte Anlageform.  Größere Neuanschaffungen werden zu 14 Prozent über Kredite finanziert, deren Summe im Schnitt bei 74.400 Euro liegt, wie eine Umfrage im Auftrag von Erste Bank und Sparkassen ergab. Die Pensionsvorsorge wird in den Sparplänen der ÖsterreicherInnen immer wichtiger. 

So wird in Österreich gespart

Die Österreicherinnen und Österreicher planen in den kommenden zwölf Monaten 5.100 Euro neu oder wieder zu veranlagen. Das sind im Schnitt um 400 Euro mehr als genau vor einem Jahr. Dabei bleibt das Sparbuch mit 61% trotz Niedrigzinsen auf Platz 1, 53% (-1) legen mittels Bausparvertrag an und 38% (-1) wollen eine Lebensversicherung abschließen. Am deutlichsten zulegen konnte die Pensionsvorsorge, 36% (+3) haben vor 2015 ihr Geld so anzulegen. Immobilien wollen 16% (+1) kaufen und Wertpapiere sind unverändert für 24% die Anlagenform ihrer Wahl. Insgesamt sind es nur 16% (-1) die heuer keine Geldanlage planen. Die Sparquote in Österreich hat sich wieder etwas stabilisiert, so liegt diese aktuell bei 7,4%. Das Einlagenvolumen privater Haushalte bei österreichischen Banken beträgt aktuell 217,5 Mrd. Euro, die Sparkassengruppe hat einen Anteil von knapp 19 Prozent.

Lust auf Privatkredite weiter konstant

Rund ein Drittel der Österreicher, vor allem Jüngere bis 29 Jahre, planen in den nächsten 12 Monaten eine größere Anschaffung zu tätigen. Finanziert wird diese bei 79% (-4) aus den eigenen Ersparnissen, 14% (+2) haben vor, sich dafür einen Kredit oder ein Bauspardarlehen aufzunehmen. Die durchschnittliche Kreditsumme ist laut Umfrage auf 74.400 (+6.200 Euro) angestiegen. Aktuell bietet die Erste Bank einen Zinssatz von 2,25% fix auf 10 Jahre an, es gibt auch Fixzinssätze bis zu 15 Jahren. Das Kreditvolumen privater Haushalte in Österreich liegt derzeit bei 141,2 Mrd. Euro, Erste Bank und Sparkassen halten hiervon einen Marktanteil von 19 Prozent.

Zum Studiendesign: Integral hat 1.000 ÖsterreicherInnen (repräsentativ für die österreichische Bevölkerung ab 14 Jahren) mittels telefonischen Interviews nach ihren geplanten Spar- und Anlageformen sowie ihrem Finanzierungsbedarf gefragt. Die Befragung fand im 4.Quartal im Zeitraum von 14.11.-11.12. statt. Soweit nicht anders angegeben, handelt es sich bei den Vergleichswerten um Zahlen aus dem gleichen Quartal des Vorjahrs.