Die Last der Helenen: Soviel sollen die Griechen 2015 zurückzahlen

12. Februar 2015 Drucken

Das Treffen der Finanzminister der Eurozone ist ohne greifbare Fortschritte zu Ende gegangen. Eine vorbereitete Erklärung der Euro-Finanzminister zu Griechenland kam nicht zur Veröffentlichung. Es müsse am Montag weiterverhandelt werden, sagte Eurogruppenchef Jeroen Dijsselbloem am frühen Donnerstagmorgen. Der Druck auf die Griechen ist hoch. (statista.de) Schon im März müssen die Helenen 1,4 Milliarden Dollar an den Internationalen […]

Infografik: Griechenlands wichtigste Schulden | Statista

Das Treffen der Finanzminister der Eurozone ist ohne greifbare Fortschritte zu Ende gegangen. Eine vorbereitete Erklärung der Euro-Finanzminister zu Griechenland kam nicht zur Veröffentlichung. Es müsse am Montag weiterverhandelt werden, sagte Eurogruppenchef Jeroen Dijsselbloem am frühen Donnerstagmorgen. Der Druck auf die Griechen ist hoch. (statista.de)

Schon im März müssen die Helenen 1,4 Milliarden Dollar an den Internationalen Währungsfonds zurückzahlen. Ursprünglich sei die Politik davon ausgegangen, dass Athen zumindest bis Juni seine Schulden begleichen könne, schreibt die „Financial Times“ – durch den Zusammenbruch der griechischen Steuereinnahmen sowie die von Ministerpräsident Tsipras versprochenen steigenden Ausgaben sei das Land nun allerdings weit früher in akuten Bidgetnöten. Die Statista-Grafik für das manager magazin bildet die größten 2015 fällig werdenden griechischen Schulden-Tranchen ab.

Verhandlungen am Montag

„Wir haben nicht genug Fortschritte erzielt, um eine gemeinsame Erklärung abzugeben“, sagte Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem in der Nacht auf Donnerstag nach mehrstündigen Verhandlungen in Brüssel. Die Gespräche sollen am Montag beim nächsten Euro-Finanzminister-Treffen weitergehen. Es sei vor allem um Schritte für die „nächsten Tage“ gegangen. Ursprünglich sollten Experten der EU-Institutionen schon von Donnerstag an in Athen mit der griechischen Regierung sprechen. Die Diskussionen seien intensiv und konstruktiv gewesen. EU-Diplomaten zufolge zog der griechische Finanzminister Yanis Varoufakis seine Zustimmung unter eine bereits vereinbarte Erklärung zurück und telefonierte längere Zeit mit der Regierung in Athen. Das aktuelle Hilfsprogramm der internationalen Geldgeber für Griechenland läuft nur bis zum 28. Februar. Danach könnte dem Euro-Land die Staatspleite drohen.

Varoufakis spricht von konstruktiven Gesprächen

Zeitgleich zu Dijsselbloems Erklärung sagte Varoufakis, das Ziel des Treffens am Mittwoch sei niemals gewesen, eine Einigung zu erzielen. Die griechische Seite habe deutlich gemacht, dass sie durchaus mit der EU, der Europäischen Zentralbank (EZB) und dem Internationalen Währungsfonds (IWF) kooperieren wolle. Drohungen von EU-Partnern habe er nicht gehört. Am Montag werde es hoffentlich eine Vereinbarung geben, die sowohl aus der Perspektive Griechenlands als auch aus der der EU-Partner optimal sei. Varoufakis sprach von einer „konstruktiven und ausführlichen Debatte über alle Facetten der griechischen Krise“. Er fuhr fort: „Wir haben eine Menge unterschiedlicher und interessanter Meinungen gehört, (und) wir haben die Möglichkeit gehabt, unsere Sichtweise vorzustellen.“ Der Minister ging auf das diplomatische Tauziehen um die Erklärung im Detail nicht ein. (APA/statista.de)