Neue 20-Euro-Banknoten ab 25. November im Umlauf

25. Februar 2015 Drucken
Neue 20-Euro-Banknoten ab 25. November im Umlauf
Das Porträt-Fenster. Hält man die Banknote gegen das Licht, erkennt man im oberen Teil des Hologrammstreifens ein durchsichtiges Fenster. |© APA © APA

Ab dem 25. November können die Verbraucher in Österreich und den anderen Euro-Ländern die neuen 20-Euro-Banknoten in den Händen halten. Diese dritte Banknote der Europa-Serie wurde am Dienstag von der Nationalbank vorgestellt. Im Aussehen zeigt der 20-Euro-Schein weiterhin das bekannte Design „Zeitalter und Stile“. Die Optik wurde wie schon bei den neuen 5- und 10-Euro-Scheinen […]

Ab dem 25. November können die Verbraucher in Österreich und den anderen Euro-Ländern die neuen 20-Euro-Banknoten in den Händen halten. Diese dritte Banknote der Europa-Serie wurde am Dienstag von der Nationalbank vorgestellt. Im Aussehen zeigt der 20-Euro-Schein weiterhin das bekannte Design „Zeitalter und Stile“. Die Optik wurde wie schon bei den neuen 5- und 10-Euro-Scheinen modernisiert.

Neues Sicherheitsmerkmal

Neben den bereits bekannten neuen Sicherheitsmerkmalen wie Porträt-Wasserzeichen und Smaragdzahl enthält der neue Zwanziger laut OeNB ein besonders innovatives Sicherheitsmerkmal: das Porträt-Fenster. Hält man die Banknote gegen das Licht, erkennt man im oberen Teil des Hologrammstreifens ein durchsichtiges Fenster. In diesem findet sich – wie auch im Wasserzeichen – die Namensgeberin der neuen Banknoten-Serie wieder: die mythologische Gestalt Europa. Die Echtheitsprüfung der neuen Banknote könne nach wie vor ohne technische Hilfsmittel mit Fühlen – Sehen – Kippen durchgeführt werden, betont die OeNB.

Vorbereitungszeit

Vor der tatsächlichen Ausgabe bekommen Banken und Einzelhändler die Gelegenheit, Geräte und Personal auf den Umgang mit den überarbeiteten Geldscheinen vorzubereiten. Bis November soll eine problemlose und flächendeckende Annahme der neuen Banknoten sichergestellt werden. OeNB-Direktoriumsmitglied Kurt Pribil appellierte daher an alle Verwender von Banknotenprüfgeräten: „Kontaktieren Sie rechtzeitig den Hersteller oder Verkäufer Ihres Geräts, damit Sie die notwendigen Schritte für die Aktualisierung durchführen können“. Die OeNB unterstützt interessierte Unternehmen mit Testmöglichkeiten sowie zusätzlich mit dem Verleih neuer 20-Euro-Banknoten für Vor-Ort Tests.

Weitere Noten folgen

In den kommenden Jahren sollen auch die Banknoten aller noch ausstehenden Nennwerte ausgetauscht werden, um Fälschern das Handwerk schwerer zu machen. Den Anfang hatten die Fünf- und Zehn-Euro-Scheine gemacht. Dieses Jahr folgt nun der neue Zwanzig-Euro-Schein, darauf in aufsteigender Reihenfolge die Noten mit den höheren Nennwerten: 50, 100, 200 sowie 500 Euro. Alle Banknoten der ersten Serie bleiben bis auf Weiteres gesetzliches Zahlungsmittel und können bei der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) unbefristet umgetauscht werden.

|© European Central Bank

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Eine Billion Euro im Umlauf

Unterdessen steigt der Bargeldumlauf in der Eurozone. 2014 legte der Umlauf um weitere 6,2 Prozent zu. Damit habe die Europäische Zentralbank (EZB) erstmals seit der Euro-Einführung mehr als eine Billion Euro im Umlauf, so Nationalbank-Direktor Stefan Augustin bei der heutigen Präsentation der neuen 20-Euro-Banknote in Wien. Insgesamt wurden 3,8 Mrd. Stück neue 20-Euro-Scheine gedruckt  Seit der Euro-Einführung im Jahr 2002 hat sich der Euro-Bargeldumlauf vervierfacht. Genau genommen waren es im Vorjahr 1.041,5 Mrd. Euro, die als Bargeld im Umlauf waren. Davon entfielen 25 Mrd. Euro auf Münzen und die restlichen 1.016,5 Mrd. Euro auf Banknoten.

Österreich ist Bargeld-Land

Österreich ist mit einem Anteil von 4,78 Prozent am Zahlungsverkehr im Euroraum ein ausgesprochenes Bargeldland. Gleichzeitig gibt es vergleichsweise wenige Euro-Fälschungen. Der Anteil Österreichs an den gesamten Euro-Fälschungen ging von 1,22 auf nur noch 1,01 Prozent zurück. Zum Vergleich: am Euroland-BIP hat Österreich einen Anteil von 3,27 Prozent. (APA)