NEWSROOM-Wissen: Die neuen Erleichterungen bei der Arbeitszeitaufzeichnung

25. Februar 2015 Drucken
NEWSROOM-Wissen: Die neuen Erleichterungen bei der Arbeitszeitaufzeichnung
Neues Arbeitszeitgesetz rückt auf lange Bank. @ Karl-Heinz-Laube/pixelio.de

Mit 1. Jänner 2015 wurde die Arbeitszeitaufzeichnung für Arbeitgeber erleichtert. Es wurden Änderungen in einigen Bereichen der Arbeitszeiterfassung eingeführt, die den Verwaltungsaufwand reduzieren sollen. Mitarbeiter können einmal monatlich die Übermittlung der Arbeitszeitaufzeichnungen verlangen. Die Kanzlei Hübner & Hübner hat die wichtigsten Änderungen zusammengetragen.  Aufzeichnen der Ruhepausen Es ist ab 1.1.2015 in Betrieben ohne Betriebsrat möglich, mit jedem einzelnen Mitarbeiter eine schriftliche Vereinbarung zu […]

Mit 1. Jänner 2015 wurde die Arbeitszeitaufzeichnung für Arbeitgeber erleichtert. Es wurden Änderungen in einigen Bereichen der Arbeitszeiterfassung eingeführt, die den Verwaltungsaufwand reduzieren sollen. Mitarbeiter können einmal monatlich die Übermittlung der Arbeitszeitaufzeichnungen verlangen. Die Kanzlei Hübner & Hübner hat die wichtigsten Änderungen zusammengetragen. 

Aufzeichnen der Ruhepausen

Es ist ab 1.1.2015 in Betrieben ohne Betriebsrat möglich, mit jedem einzelnen Mitarbeiter eine schriftliche Vereinbarung zu treffen, in der entweder:

  • Beginn und Ende der Ruhepausen fix festgelegt werden, oder
  • innerhalb eines festgelegten Zeitraums es dem Mitarbeiter überlassen wird, die Ruhepausen zu konsumieren

Wenn von dieser Vereinbarung nicht abgewichen wird, entfällt die Aufzeichnungspflicht der Ruhepausen.

Aufzeichnung der täglichen Arbeitszeit

Gemäß den Neuerungen genügt eine bloße Saldoaufzeichnung der täglichen Gesamtarbeitszeit (z.B. 9 Stunden), d.h. Beginn und Ende müssen nicht erfasst werden, wenn

  • die Mitarbeiter schriftlich festgehaltene fixe Arbeitszeiten haben und von diesen nicht abgewichen wird (z.B. der Mitarbeiter arbeitet immer von 8:00 bis 16:30), wobei in diesem Fall der Arbeitgeber am Ende des Kalendermonats die Einhaltung der fixen Arbeitszeiten bestätigen muss, oder
  • der Mitarbeiter den Arbeitsort und die Lage der Arbeitszeit weitgehend selbst bestimmen kann – dies gilt auch bei Mitarbeitern im Homeoffice

Bei allen anderen Mitarbeitern kommt es zu keiner Änderung der Aufzeichnungspflicht.

Verlangen nach Arbeitszeitaufzeichnung

Neu ist auch, dass alle Arbeitnehmer – auf nachweisliches Verlangen – einmal monatlich Anspruch auf kostenfreie Übermittlung ihrer Arbeitszeitaufzeichnungen haben. Der Eintritt der Verfallsfrist wird durch die Nichtübermittlung gehemmt.

 

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