KMU-Finanzierungen: EU-Programm COSME bietet 2,3 Mrd. Euro an Haftungen und Beteiligungen

04. März 2015 Drucken
KMU-Finanzierungen: EU-Programm COSME bietet 2,3 Mrd. Euro an Haftungen und Beteiligungen
Über Haftungen und Risikokapital stellt das EU-Programm COSME Mittel für KMU-Wachstumsfinanzierungen zur Verfügung. | © Lupo/pixelio.de © Lupo/pixelio.de

Die Europäische Kommission hat für die Förderperiode  bis 2020 das Programm für die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen und für KMU (COSME) mit einem Budget von 2,3 Mrd. Euro bereitgestellt. Die KMU-Finanzierungen werden in der Form von Darlehenshaftungen und Risikokapital über Banken weitergegeben und unterstützen KMU und kleine Firmen, Waren, Dienstleistungen und Arbeitsplätze zu schaffen. Garantien für […]

Die Europäische Kommission hat für die Förderperiode  bis 2020 das Programm für die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen und für KMU (COSME) mit einem Budget von 2,3 Mrd. Euro bereitgestellt. Die KMU-Finanzierungen werden in der Form von Darlehenshaftungen und Risikokapital über Banken weitergegeben und unterstützen KMU und kleine Firmen, Waren, Dienstleistungen und Arbeitsplätze zu schaffen.

Garantien für Unternehmenskredtie

COSME ist ein Instrument, das KMU den Zugang zu Finanzmitteln und zu Märkten innerhalb sowie außerhalb der EU erleichtert. Das Programm läuft von 2014 bis 2020 und ist mit einem Budget von 2,3 Mrd. € ausgestattet. In Ergänzung von Finanzprogrammen auf nationaler Ebene werden fast 1,4 Mrd. € des COSME-Budgets für Kredite und Risikokapital zur Verfügung stehen. COSME bietet eine Garantiefazilität für KMU-Kredite von bis zu 150.000 € und verbessert durch eine Beteiligungsfazilität den Zugang zu Risikokapital. Ein spezieller Fokus liegt dabei auf der Expansions- und Wachstumsphase von KMU. Die Zuweisung dieser Mittel erfolgt durch Banken, gegenseitige Garantien und Risikokapitalfonds.

Garantien für Unternehmensdarlehen

COSME arbeitet wie sein Vorgänger, das Rahmenprogramm für Wettbewerbsfähigkeit und Innovation (CIP). Unter dem CIP wurden Darlehensgarantien in Fällen vergeben, in denen der Unternehmer oder das kleine Unternehmen nicht über ausreichende Sicherheiten verfügte und die Bank kein Darlehen vergeben konnte. 90 % der Firmen, die CIP Garantien erhielten – etwa 200.000 KMU aus ganz Europa – hatten zehn oder weniger Mitarbeiter. Firmen in dieser Größenordnung haben die meisten Schwierigkeiten, einen Kredit zu erhalten. Aber durch das CIP konnten Darlehen mit einer durchschnittlichen Höhe von ca. 65.000 € gewährt und garantiert werden. Bis Ende Dezember 2012 hatten die Finanzinstrumente des CIP fast 13 Mrd. € an Krediten und mehr als 2,3 Mrd. € an Risikokapital mobilisiert.

1 Fördereuro mobilisierte 20 bis 30 Investitionseuros

Bis 2020 sollen rund 344.000 Unternehmen Kredite erhalten, die durch COSME-Garantien abgesichert sind. Der Gesamtwert werde nach Erwartung der Europäischen Kommission bei 220 Mrd. € liegen. Durch COSME-Investitionen in Risikokapitalfonds zur Unterstützung schnell wachsender KMU werden darüber hinaus 560 Firmen Risikokapitalfinanzierungen mit einem Gesamtvolumen von 4 Mrd. € erhalten. Die Kommission erwartet, dass mit einem Euro, der in Darlehensgarantien für KMU fließt, 20 bis 30 €  erwirtschaftet werden. Beim Risikokapital werden es voraussichtlich zwischen vier und sechs € sein. Die Finanzinstrumente dürften zu einem jährlichen Anstieg von 3,5 Mrd. € bei zusätzlichen Krediten und/oder Investitionen für EU-Unternehmen führen. COSME wird voraussichtlich jedes Jahr zu einem Anstieg des EU-BIP um 1,1 Mrd. € beitragen. Zudem wird es 40.000 Unternehmen dabei helfen, 30.000 Arbeitsplätze zu schaffen oder zu sichern und 1.200 neue Produkte, Dienstleistungen oder Prozesse auf den Markt zu bringen.

Eine Milliarde für bestehende Aktionen

Eine Milliarde Euro aus dem COSME-Budgets wird für weitere Programme gewidmet, , die bereits existieren. Dazu zählen die Kofinanzierung des Enterprise Europe Network mit seinen mehr als 600 Beratungsstellen inner- und außerhalb der EU. COSME wird auch die Internationalisierung von KMU, das Austauschprogramm Erasmus für Jungunternehmer, die unternehmerische Bildung sowie die IPR-Helpdesks finanzieren.