NEWSROOM-Wissen: Was ist Industrie 4.0?

10. April 2015 Drucken
NEWSROOM-Wissen: Was ist Industrie 4.0?
Für viele Industrieunternehmen ist die digitale Produktion nur eine vorübergehende Mode. |© Karl-Heinz-Laube/pixelio.de © Karl-Heinz-Laube/pixelio.de

Die Sozialpartner haben gemeinsam mit dem Infrastrukturministerium die neue Plattform „Industrie 4.0“ vorgestellt, um das Thema der „intelligenten Fabrik“ in der Öffentlichkeit bekannt zu machen. Dass der Infobedarf hoch ist, zeigt eine Umfrage, wonach die Hälfte der Industriebetriebe mit dem neuen Schlagwort nichts anfangen kann. Von jenen Industrievertretern, denen Industrie 4.0 ein Begriff ist, sehen 38 Prozent […]

Die Sozialpartner haben gemeinsam mit dem Infrastrukturministerium die neue Plattform „Industrie 4.0“ vorgestellt, um das Thema der „intelligenten Fabrik“ in der Öffentlichkeit bekannt zu machen. Dass der Infobedarf hoch ist, zeigt eine Umfrage, wonach die Hälfte der Industriebetriebe mit dem neuen Schlagwort nichts anfangen kann. Von jenen Industrievertretern, denen Industrie 4.0 ein Begriff ist, sehen 38 Prozent einen Trend, dem man Rechnung tragen muss.

Hoher Grad an Unkenntnis

Bereits zum fünften Mal präsentiert Festo das „Trendbarometer Industriebetriebe“, das sich 2015 dem Leitthema „Industrie 4.0 -Trend oder Hype?“ widmet. Für die Umfrage hat das Gallup Institut Interviews mit Führungskräften (Inhaber und Geschäftsführer sowie Produktions- und Betriebsleiter) aus 200 Industriebetrieben in Österreich geführt.. Für 27 Prozent bringt Industrie 4.0 eine Flexibilisierung der Produktion. Jeder Vierte bräuchte zu Industrie 4.0 noch mehr Informationen und jeder Fünfte glaubt an einen Hype, der vorübergehen wird, geht aus der Gallup-Umfrage hervor. Abgefragt wurde in dem „Trendbarometer Industriebetriebe 2015“ auch die allgemeine Stimmung. 25 Prozent der Befragten beurteilen die Auftragslage mit „besser als im Vorjahr“ (2013: 23 Prozent), 17 Prozent mit „schlechter als im Vorjahr“ (2013: 22 Prozent) und 58 Prozent sehen diese in etwa identisch zum Vorjahr (2013: 55 Prozent). Ident geblieben im Vergleich zu 2013 ist die Wachstumsplanung: Auch 2015 geben knapp drei Viertel der Befragten an, ein zukünftiges Wachstum im Unternehmen zu planen.

„Standort Österreich“ wird zurückhaltend bewertet

Erstmals abgefragt beim Trendbarometer Industriebetriebe wurde die Standortattraktivität Österreichs für die Industrie. Und obwohl von 72 Prozent der Befragten Österreich positiv beurteilt wird, werten den Standort nur 19 Prozent mit „sehr attraktiv“. 53 Prozent bewerten Österreich nur als „eher attraktiv“ – 23 Prozent als weniger attraktiv und 2 Prozent sogar als gar nicht attraktiv. Was aber genau schätzen jene Befragten, die Österreich ein gutes Standortzeugnis ausstellen? 75 Prozent von ihnen nennen die gute Infrastruktur, 74 Prozent die gut ausgebildete Fachkräfte, 63 Prozent die hohe Rechtssicherheit und 53 Prozent die persönliche Sicherheit/geringe Kriminalität (53 Prozent). Wenig positiv bewertet werden die Förderungen – nur rund ein Viertel sieht sie als Stärke – sowie das politische Klima (20 Prozent). Was jene, die Österreich als Standort wenig bzw. gar nicht attraktiv finden besonders ankreiden sind mit 76 Prozent die hohen Lohnkosten. Weit abgeschlagen dahinter liegen die unfreundliche Rechtslage für wirtschaftliche Betriebe (39 Prozent), zu hohe Energiekosten (27 Prozent), zu wenig gut ausgebildetes Personal (24 Prozent), zu wenig Forschung und Entwicklung und schlechte Infrastruktur (je 6 Prozent). (APA/red)

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