Stagnierende Konjunktur: Gewerbe und Handwerk hoffen auf Effekte der Steuerreform

10. April 2015 Drucken
Stagnierende Konjunktur: Gewerbe und Handwerk hoffen auf Effekte der Steuerreform
Gewerbe und Handwerk: Betriebe mit guter Geschäftslage (16 %) sind deutlich weniger als Betriebe mit schlechter Geschäftslage (25 %). |© Lupo/pixelio.de © Lupo/pixelio.de

Nach Berechnungen der KMU Forschung Austria könnte das Gewerbe und Handwerk aus dem Entlastungsvolumen der kommenden Steuerreform ab 2016 bis zu 1 Mrd. Euro mehr Umsatz erzielen. Dieses Umsatzwachstum ist aber auch dringend notwendig, wie der Blick auf die soeben publizierten Konjunkturdaten zeigt. Nominelle Umsatzentwicklung rückgängig Das Jahr 2014 ist so zu Ende gegangen wie […]

Nach Berechnungen der KMU Forschung Austria könnte das Gewerbe und Handwerk aus dem Entlastungsvolumen der kommenden Steuerreform ab 2016 bis zu 1 Mrd. Euro mehr Umsatz erzielen. Dieses Umsatzwachstum ist aber auch dringend notwendig, wie der Blick auf die soeben publizierten Konjunkturdaten zeigt.

Nominelle Umsatzentwicklung rückgängig

Das Jahr 2014 ist so zu Ende gegangen wie es die Quartalsergebnisse erwarten ließen: Die nominelle Umsatzentwicklung 2014 ging um 0,1 % zurück (im Vergleich: BIP + 2,0%). Bereinigt um die durchschnittliche Preissteigerung von 0,8 % (bei einer Inflation von 1,7 %) ergibt sich ein Umsatzrückgang um real minus 0,9 %.

Auch das erste Quartal 2015 liegt unter den Ergebnissen von 2014: Betriebe mit guter Geschäftslage (16 %) sind deutlich weniger als Betriebe mit schlechter Geschäftslage (25 %).
Im Detail ergaben sich 2014 schwächere Entwicklungen vor allem in den Bereichen Bau, Kfz-Techniker, Kunststoffverarbeiter und Installateure. Besonderen Preisdruck verspürten zudem die Tischler. Besser entwickelten sich der Bereich Nahrungs- und Genussmittel und technologische Frontrunner wie die Mechatroniker. Bei letzteren und den Kunststoffverarbeitern gab es auch deutliche Exportsteigerungen.