Erste Details zum generellen Rauchverbot in der Gastronomie

13. April 2015 Drucken
Erste Details zum generellen Rauchverbot in der Gastronomie
Wirte werden Möglichkeiten zur vorzeitigen Abscheibungen ihrer bisherigen Investitionen erhalten. |© Klicker/pixelio.de © Klicker/pixelio.de

Die Regierung hat sich auf ein generelles Rauchverbot in der Gastronomie ab Mai 2018 geeinigt. Das Rauchverbot soll in der Gastronomie, aber auch auf Zeltfesten und in Mehrzewckhallen gelten. Hotels erhalten eine Ausnahemregelung in Form seperierter Raucherzimmer ohne Gastro-Service. Wer das Rauchverbot bereits im Juli 2016 einführt, kann zusätzliche zehn Prozent des Restwertes abschreiben, mit dem seine früheren raucherbedingten Umbaumaßnahmen noch in der Bilanz stehen. 

Abschreibungen

Mit der Gastronomie wurde die Möglichkeit vorzeitiger Abschreibungen vereinbart. Betriebe, die freiwillig bereits bis zum Juli 2016 auf rauchfrei umstellen, können als besonderen Anreiz eine „Prämie“ in Höhe des Restbuchwerts erhalten.Die „Nichtraucherschutz-Prämie“  beträgt zehn Prozent des Restbuchwerts für die Umbaumaßnahmen, die für die Trennung der Gastbereiche aufgewendet wurden und die noch nicht steuerlich berücksichtigt wurden. Zudem können die Wirte ihre restlichen Investitionen weiterhin vorzeitig abschreiben.  

Ein Beispiel für „NIchtraucher-Prämie“: Ein Wirt,  der 2009 um 12.000 Euro umgebaut hat, wird bis 1. Juli kommenden Jahres mit 780 Euro Steuernachlass entschädigt. Zudem können Investitionen weiterhin vorzeitig steuerlich abgeschrieben werden. In dem Entwurf für ein umfassendes Rauchverbot in Lokalen sollen auch E-Zigaretten integriert sein.

Auch bei Zeltfesten – Ausnahme Hotels

Der Raucherbann wird auch Mehrzweckhallen, Vereinslokale und Zeltfeste betreffen. Einzige Ausnahme sind Hotels, die einen Raucherraum für ihre Gäste einrichten dürfen, allerdings ohne Service, auch Speisen und Getränke dürfen dorthin nicht mitgenommen werden. Die Strafhöhen bleiben gleich. 

 

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