Konjunktur: Erstes Quartal blieb ohne Dynamik

30. April 2015 Drucken
Konjunktur: Erstes Quartal blieb ohne Dynamik
Dienstleister wie die Gastronomen sorgen für leichte Konjunkturdynamik. |© Paul-Georg Meister/pixelio.de © Paul-Georg Meister/pixelio.de

Das WIFO gibt in einer Schnellschätzung für das I. Quartal 2015 ein schwaches Konjunkturwachstum von  0,1% gegenüber dem Vorquartal an. Damit setzte sich die Schwächephase des Jahres 2014 fort (I. und II. Quartal +0,1%, Stagnation im III. und IV. Quartal). Das geringe Wachstum wurde hauptsächlich von der Konsumnachfrage getragen. Keinen positiven Wachstumsbeitrag lieferten erneut die Investitionen. […]

Das WIFO gibt in einer Schnellschätzung für das I. Quartal 2015 ein schwaches Konjunkturwachstum von  0,1% gegenüber dem Vorquartal an. Damit setzte sich die Schwächephase des Jahres 2014 fort (I. und II. Quartal +0,1%, Stagnation im III. und IV. Quartal). Das geringe Wachstum wurde hauptsächlich von der Konsumnachfrage getragen. Keinen positiven Wachstumsbeitrag lieferten erneut die Investitionen. Die Industriekonjunktur verläuft anhaltend schwach.

0,4 Prozent Bruttowachstum zum Vorjahr

Die heimische Wirtschaftsleistung stieg im I. Quartal gegenüber der Vorperiode um 0,1% (nach einer Stagnation im III. und IV. Quartal 2014). Das unbereinigte BIP lag um 0,4% über dem Niveau des Vorjahres. Getragen wurde dieses geringe Wachstum hauptsächlich von der Konsumnachfrage, die Investitionen schrumpften erneut. Die Ausweitung der Importe drückte den Beitrag des Au­ßenhandels zum Wirtschaftswachstum. Sowohl die Exporte (+0,7%) als auch die Importe (+0,8%) zogen etwas an, doch reicht die Belebung nicht aus, um die heimische Wirtschaft anzukurbeln.

Schwache Privatnachfrage und matte Industriekonjunktur

Die Konsumnachfrage wuchs weiterhin träge (private Haushalte +0,1% gegenüber der Vor­periode, öffentliche Haushalte +0,3%). Auch die Investitionszurückhaltung der heimischen Unternehmen hielt an: Die Bruttoanlageinvestitionen (Ausrüstungs- und Bauinvestitionen) wur­den um 0,6% eingeschränkt. Die Schwäche der Nachfrage nach Waren dämpft die Industriekonjunktur. Im produzieren­den Bereich sank die Wertschöpfung um 0,6%, in der enger abgegrenzten Sachgütererzeu-gung um 0,4%. Auch in der Bauwirtschaft war die Wertschöpfung erneut rückläufig (-0,3%).

Dienstleister sorgen für Zuwächse

Positive Beiträge zum Wirtschaftswachstum lieferte hingegen der Dienstleistungsbereich: Die Wertschöpfung stieg im Bereich Handel und Kfz, Verkehr, Beherbergung und Gastronomie insgesamt um 0,2%. Im Sektor Information und Kommunikation wurde sie um 0,9% ausgewei­tet, im Kredit- und Versicherungswesen und den sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen um jeweils 0,3%.

|© WIFO - 1.Quartal 2015

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