Österreichische Papierindustrie liegt über EU-Durchschnitt

30. April 2015 Drucken
Österreichische Papierindustrie liegt über EU-Durchschnitt
Papierindustrie verzeichnet 2014 eine geringe Produktionssteigerung. |© Andreas Hermsdorf/pixelio.de © Andreas Hermsdorf/pixelio.de

„2014 war für viele Unternehmen gut, häufig bedingt durch kurzfristige Preissenkungen bei Holz und Energie. Die langfristige Wettbewerbsfähigkeit ist aber weiterhin stark von der Entwicklung der klima- und energiepolitischen Ziele abhängig, die sich stark auf Energie- und Rohstoffkosten auswirken“, fasst Alfred Heinzel, Präsident der Austropapier, Vereinigung der österreichischen Papierindustrie, die aktuelle Situation im Rahmen der […]

„2014 war für viele Unternehmen gut, häufig bedingt durch kurzfristige Preissenkungen bei Holz und Energie. Die langfristige Wettbewerbsfähigkeit ist aber weiterhin stark von der Entwicklung der klima- und energiepolitischen Ziele abhängig, die sich stark auf Energie- und Rohstoffkosten auswirken“, fasst Alfred Heinzel, Präsident der Austropapier, Vereinigung der österreichischen Papierindustrie, die aktuelle Situation im Rahmen der Jahrespressekonferenz zusammen.

Geringe Produktionssteigerung

Die österreichische Papierindustrie verzeichnet 2014 eine geringe Produktionssteigerung von +0,6 % gegenüber 2013 bei einer Produktion von 4,9 Mio. Tonnen Papier. Damit ist das vergangene Jahr für viele Unternehmen positiv und besser als der EU-Durchschnitt. Langfristig hängt die Wettbewerbsfähigkeit aber stark von der Entwicklung der Holz- und Energiepreise ab, diese beiden Faktoren verzeichneten 2014 kurzfristige Preissenkungen, die für das gute Ergebnis mitverantwortlich waren. Der Umsatz war 2014 mit -1,8 % im Vergleich zu 2013 leicht rückgängig und lag bei 3,8 Mrd. Euro.

Produktionsentwicklung überdurchschnittlich

Besonders gut entwickelt haben sich die Spezialpapiere. Diese legten um 2,4 % auf 280.000 Tonnen zu. Ebenfalls leicht stieg die Produktion bei grafischen Papieren um 0,5 % auf 2,7 Mio. Tonnen und bei Verpackungspapieren auf 1,9 Mio. Tonnen (+ 0,4 % im Vergleich zu 2013). Die Zellstoffproduktion sank 2014 um 2,2 % auf 1,9 Mio. Tonnen bedingt durch Anlagenumbauten. Das hatte auch Rückgänge beim Holzeinsatz (-4,0 % auf 8,0 Mio. t) und Energieverbrauch (-3,6 % auf 15.000 GWh) zur Folge. Die Strompreise waren 2014 zwar rückläufig, dafür müssen die Unternehmen aber Aufschläge für Ökostromförderung und zukünftig wahrscheinlich auch durch das Energieeffizienzgesetz in Kauf nehmen. Die Investitionen beliefen sich gesamt auf 155 Mio. EUR. Große Projekte wurden z.B. in Gratkorn oder Frohnleiten umgesetzt.