Geringere Lohnnebenkosten für geschäftsführende Gesellschafter ab 60

07. Mai 2015 Drucken
Geringere Lohnnebenkosten für geschäftsführende Gesellschafter ab 60
Angestellte Geschäftsführer über 60 können Lohnnebenkosten sparen. |© uschi dreiucker/pixelio.de © uschi dreiucker/pixelio.de

Bei Dienstnehmern, die das 60. Lebensjahr vollendet haben, wird der Dienstgeberbeitrag zum Familienlastenausgleichsfonds (DB) und der Zuschlag zum Dienstgeberbeitrag (DZ) auf Null gesetzt. Dies gilt auch für Geschäftsführer, die an der GmbH wesentlich –das heißt zu mehr als 25 Prozent – beteiligt sind, wie der aktuelle Newsletter business news der Steiermärkischen Sparkasse informiert.  Wenn Dienstgeber und […]

Bei Dienstnehmern, die das 60. Lebensjahr vollendet haben, wird der Dienstgeberbeitrag zum Familienlastenausgleichsfonds (DB) und der Zuschlag zum Dienstgeberbeitrag (DZ) auf Null gesetzt. Dies gilt auch für Geschäftsführer, die an der GmbH wesentlich –das heißt zu mehr als 25 Prozent – beteiligt sind, wie der aktuelle Newsletter business news der Steiermärkischen Sparkasse informiert. 

Wenn Dienstgeber und Dienstnehmer gleich sind

Das Einsparungspotenzial ist für Dienstnehmer, die das 60. Lebensjahr vollendet haben, nicht unerheblich. Löhne und Gehälter, die ab dem Kalendermonat gewährt werden, der jenem Monat folgt, in dem der Dienstnehmer das 60. Lebensjahr vollendet hat, unterliegen nicht mehr dem DB und dem DZ. Diese Erleichterung gilt auch für wesentlich beteiligte Geschäftsführer, die am Stammkapital der GmbH mit mehr als 25 Prozent beteiligt sind. Für den Bereich der Lohnnebenkosten werden diese wesentlich beteiligten Geschäftsführer nämlich als Dienstnehmer qualifiziert, obwohl sie einkommensteuerrechtlich Einkünfte aus selbstständiger Arbeit beziehen. Grundsätzlich unterliegen diese Bezüge daher ebenfalls der Lohnnebenkostenpflicht (DB, DZ, Kommunalsteuer). Für wesentlich beteiligte Gesellschafter-Geschäftsführer gilt aber auch die Befreiung hinsichtlich DB und DZ bei Vollendung des 60. Lebensjahres, und zwar ebenfalls für die ab dem Folgemonat zugeflossenen Gehälter und sonstigen Vergütungen.

  • Höhe des Dienstgeberbeitrag zum Familienlastenausgleichsfonds: 4,5% der Beitragsgrundlage.
  • Hohe des Zuschlags zum Dienstgeberbeitrag: Der DZ-Satz setzt sich aus einem für alle Bundesländer gültigen Bundeskammeranteil von 0,15%  und einem von jeder Landeskammer festgesetzten Anteil zusammen. Aus diesen unterschiedlichen Landeskammeranteilen ergeben sich für jedes Bundesland verschiedene DZ-Sätze.

 

ACHTUNG: Kommunalsteuerpflicht besteht jedoch weiterhin unabhängig vom Lebensalter (Autoren: LBG Steiermark)

 

Mehr zum Thema: