Bundesregierung beschließt Senkung der Mindestbeiträge für Selbständige

16. Juni 2015 Drucken

Die Bundesregierung hat die Senkung der Mindestbeitragsgrundlage von derzeit rund 724 Euro auf 406 Euro beschlossen.  Diese Senkung der Mindestbeitragsgrundlage für Selbständige auf das Niveau der Arbeitnehmer bedeutet eine finanzielle Entlastung von knapp 292 Euro jährlich für Geringverdiener. Gleichstellung mit Arbeitnehmern Analog zum Beitragszuschuss für Arbeitnehmer mit niedrigem Einkommen, wurde nun für Selbständige die sogenannten […]

Mindestbeiträge für Selbständige werden gesenkt. |© Andreas Hermsdorf/pixelio.de

Mindestbeiträge für Selbständige werden gesenkt. |© Andreas Hermsdorf/pixelio.de

Die Bundesregierung hat die Senkung der Mindestbeitragsgrundlage von derzeit rund 724 Euro auf 406 Euro beschlossen.  Diese Senkung der Mindestbeitragsgrundlage für Selbständige auf das Niveau der Arbeitnehmer bedeutet eine finanzielle Entlastung von knapp 292 Euro jährlich für Geringverdiener.

Gleichstellung mit Arbeitnehmern

Analog zum Beitragszuschuss für Arbeitnehmer mit niedrigem Einkommen, wurde nun für Selbständige die sogenannten „Mindest-Sozialversicherungsbeiträge“ im Rahmen der Steuerreform beschlossen und soll bereits mit 1.1. 2016 in Kraft treten. Derzeit liegt die Mindestbeitragsgrundlage in der Krankenversicherung für Selbständige bei 724,02 Euro. Davon werden die Krankenversicherungsbeiträge in Höhe von 7,65 % berechnet, d.h. Unternehmer bezahlen mindestens 55,4 Euro pro Monat.

40 Mio. pro Jahr

Eine Senkung der Mindestbeitragsgrundlage von 724,02 auf 405,98 Euro bedeutet niedrigere monatliche Beiträge und eine jährliche Ersparnis von bis zu 291,96 Euro. Die jährlichen Kosten belaufen sich auf knapp 40 Mio. Euro.

PV wird 2018 nachziehen

Die Absenkung der Mindestbeitragsgrundlage in der Pensionsversicherung auf die Geringfügigkeitsgrenze soll zudem mit 1.1.2018 starten. Eine vollständige Angleichung an die Geringfügigkeitsgrenze wird voraussichtlich mit 1.1.2022 erreicht sein.