Registrierkassenpflicht kommt wie beabsichtigt ab 15.000 Euro Umsatz

17. Juni 2015 Drucken
Registrierkassenpflicht kommt ab 15.000 Euro Jahresumsatz. |© Dieter Schütz/pixelio.de

Registrierkassenpflicht kommt ab 15.000 Euro Jahresumsatz. |© Dieter Schütz/pixelio.de

Die von der Wirtschaftskammer geforderten größeren Änderungen bei der Registrierkassenpflicht haben kaum Niederschlag im beschlossenen Gesetzesentwurf im Ministerrat gefunden. „Die Verpflichtung zur Verwendung eines elektronischen Aufzeichnungssystems besteht ab einem Jahresumsatz von 15.000 Euro je Betrieb“, heißt es in der Regierungsvorlage. Die WKÖ wollte eine Pflicht ab 30.000 Euro. Vereinsfeste sind ausgenommen. 

Kalte Hände-Regelung gilt bis 30.000 Euro Jahresumsatz

Eine Ausnahme von der Registrierkassenpflicht gibt es für Firmen, die ihre Umsätze auf öffentlichen Plätzen – etwa Maronibrater, Marktstände oder Fiaker – machen. Für solche Betriebe gilt die sogenannte „kalte Händeregelung“ (Losungsermittlung mittels Kassasturz) bis zu einem Jahresumsatz von 30.000 Euro.

Vereinsfeste erhalten Ausnahmeregelung

Eine Ausnahmeregelung wird es bei kleinen Vereinsfesten geben. Darunter fallen Veranstaltungen, die nicht länger als 48 Stunden pro Jahr dauern und von Vereinsmitgliedern oder deren Angehörigen ausgerichtet werden. Konkret: klassische Zeltfeste, wie sie etwa von freiwilligen Feuerwehren veranstaltet werden. Große, gewerblich ausgerichtete Vereinsfeste hingegen müssen über eine Registrierkasse verfügen.

Registrierkassenpflicht ab 1.1. 2016

Bisher waren laut Barbewegungsordnung Firmen mit weniger als 150.000 Euro Jahresumsatz von der verpflichtenden Einzelaufzeichnung ausgenommen. Die neue Registrierkassen- und Belegerteilungspflicht gilt ab 01. Jänner 2016 und das elektronische Sicherungssystem für Registrierkassen ab 01. Jänner 2017. Jene Betriebe, die frühzeitig ihr Registrierkassensystem umstellen, können die gesamten Anschaffungskosten abschreiben. Das Finanzministerium verweist bei der Registrierkassenpflicht daraufhin, dass der Strafrahmen bei Manipulation von 50.000 auf 25.000 Euro gesenkt wurde, kleinere Vereinsfeste seien künftig von der Registrierkassenpflicht befreit und elektronische Belege seien auch möglich, hieß es zur APA. Es gebe außerdem eine Zertifizierungsmöglichkeit für größere Betriebe.

 

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