Befristete Invaliditätspension wird durch Rehabilitationsgeld und Umschulungsgeld ersetzt

20. Juli 2015 Drucken
Befristete Invaliditätspension wird durch Rehabilitationsgeld und Umschulungsgeld ersetzt
Die befristete Invaliditäspension wird mit Jahreswechsel für alle unter 50jährigen durch Reha-Geld ersetzt. |© Bernd Bast/pixelio.de Rollstuhl © Bernd Bast/pixelio.de

Mit Jahresanfang 2014 ist die befristete Berufsunfähigkeits-/Invaliditätspension für alle unter 50-jährigen abgeschafft und durch ein Rehabilitationsgeld ersetzt worden. Die Regelung wird etappenweise auch auf über 50-jährige ausgeweitet. Gleichzeitig wird bei Angestellten der bisherige „Berufsschutz“ in einen stärker limitierten  „Qualitätsschutz“ umgewandelt. Für Personen, die am 1. Jänner 2014 das 50. Lebensjahr bereits vollendet hatten, werden die bisherigen gesetzlichen Regelungen aufgrund von […]

Mit Jahresanfang 2014 ist die befristete Berufsunfähigkeits-/Invaliditätspension für alle unter 50-jährigen abgeschafft und durch ein Rehabilitationsgeld ersetzt worden. Die Regelung wird etappenweise auch auf über 50-jährige ausgeweitet. Gleichzeitig wird bei Angestellten der bisherige „Berufsschutz“ in einen stärker limitierten  „Qualitätsschutz“ umgewandelt. Für Personen, die am 1. Jänner 2014 das 50. Lebensjahr bereits vollendet hatten, werden die bisherigen gesetzlichen Regelungen aufgrund von einer besonderen Übergangsbestimmung weiterhin gelten.

Invaliditätspension nur mehr bei dauerhafter Invalidität

Für Personen, die am 1. Jänner 2014 das 50. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, wird es nur mehr dann eine Invaliditäts- bzw. Berufsunfähigkeitspension geben wenn dauerhafte Invalidität bzw.Berufsunfähigkeit vorliegt. Anstelle einer befristeten Invaliditäts- bzw. Berufsunfähigkeitspension wird ein Rehabilitationsgeld bzw. ein Umschulungsgeld ausbezahlt. Damit sollen gesundheitlich beeinträchtigte Personen, die an zweckmäßigen und zumutbaren Maßnahmen teilnehmen und damit Chance auf Beschäftigung steigern können, Anspruch auf eine Geldleistung haben, die ihren Unterhalt sichert.

Übergangsbestimmungen

Für Personen, die am 1. Jänner 2014 das 50. Lebensjahr bereits vollendet haben, werden die bisherigen gesetzlichen Regelungen aufgrund von einer besonderen Übergangsbestimmung weiterhin gelten. Personen, die am 31. Dezember 2013 bereits eine befristete Invaliditäts- bzw.Berufsunfähigkeitspension bezogen und das 50. Lebensjahr am 1. Jänner 2014 noch nicht vollendet haben, wird aufgrund einer weiteren Übergangsbestimmung ermöglicht, dass sie ihre befristete Pension bis zum Auslaufen der aktuellen Befristung unter den bisherigen Bedingungen weiter beziehen können.

Erleichterung für staatliche Pensionsfinanzierung

Ziel dieser Maßnahmen ist ein erschwerter Zugang zur Berufsunfähigkeits-/Invaliditätspension und damit verbunden eine Anhebung des tatsächlichen Pensionsantrittsalters um 1,5 bis 3,5 Jahre in den nächsten 7 Jahren. Tatsächlich bringt ein 1 Jahr späterer Pensionsantritt eine Ersparnis von etwa 1 Mrd. € an Pensionskosten. Das tatsächliche Pensionsantrittsalter liegt derzeit bei 58 Jahren.