Steuerreform 2015: Banken müssen rückwirkend Überweisungen aus der Schweiz melden

20. Juli 2015 Drucken
Steuerreform 2015: Banken müssen rückwirkend Überweisungen aus der Schweiz melden
Banken müssen Überweisungen aus der Schweiz über 50.000 Euro melden - rückwirkend. |© Karl-Michael Soemer/pixelio.de © Karl-Michael Soemer/pixelio.de

Im Nationalrat gab es bei der Steuerreform im sogenannten Bankenpaket noch Änderungen. Es geht um Maßnahmen, die sogenannte Abschleicher zur Verantwortung ziehen sollen. Wer 2012/2013 heimlich sein Vermögen aus der Schweiz bzw. Liechtenstein nach Österreich zurücktransferiert hat, um sein Geld vor Inkrafttreten der Steuerabkommen mit diesen Ländern vor der Finanz in Sicherheit zu bringen, wird rückwirkend sanktioniert. […]

Im Nationalrat gab es bei der Steuerreform im sogenannten Bankenpaket noch Änderungen. Es geht um Maßnahmen, die sogenannte Abschleicher zur Verantwortung ziehen sollen. Wer 2012/2013 heimlich sein Vermögen aus der Schweiz bzw. Liechtenstein nach Österreich zurücktransferiert hat, um sein Geld vor Inkrafttreten der Steuerabkommen mit diesen Ländern vor der Finanz in Sicherheit zu bringen, wird rückwirkend sanktioniert. Die Banken müssen jeden Eingang über 50.000 Euro aus diesen Ländern melden. 

38 Prozent Steuern bei anonymer Einmalzahlung

Mit einem rückwirkenden Kapitalzuflussgesetz müssen Banken der Finanz jeden Betrag über 50.000 Euro melden, der vor Inkrafttreten der Abkommen mit diesen Ländern (2012 und 2013) getätigt worden ist.Die Betroffenen haben allerdings die Möglichkeit der anonymen Einmalzahlung oder einer Selbstanzeige. Bei einer anonymen Einmalzahlung ist der höchste Steuersatz von 38 Prozent auf den meldepflichtigen Betrag zu zahlen. Die Steuerpflichtigen müssen bis zum 31. März 2016 ihrem Kreditinstitut eine entsprechende Meldung machen. In diesem Fall entfällt die Meldeverpflichtung für die Banken. Sie müssen nur die Einmalzahlungen bis spätestens 30. September 2016 abführen. Im Umfang der Abgeltungswirkung tritt für den Steuerpflichtigen Straffreiheit ein.

Auch Selbstanzeige möglich

Als Alternative zur anonymen Einmalzahlung ist auch eine Selbstanzeige möglich. Diese löst allerdings, zusätzlich zur Steuernachzahlung, einen Zuschlag von fünf bis 30 Prozent des hinterzogenen Betrages aus. Diese Alternative ist daher nur bei kleineren Beträgen interessant.