Einzelhandel mit positiver Umsatzentwicklung

31. Juli 2015 Drucken
Einzelhandel mit positiver Umsatzentwicklung
Heimischer Handel verzeichnet Umsatzplus. |© Helene Souza/pixelio.de © Helene Souza/pixelio.de

Zum ersten Mal seit dem zweiten Halbjahr 2010 sind die Umsätze im österreichischen Einzelhandel gegenüber dem Vorjahr wieder real gewachsen, so die Ergebnisse der aktuellen Erhebung der KMU Forschung Austria zur Konjunkturentwicklung im heimischen Einzelhandel im ersten Halbjahr 2015. Die durchschnittlichen Verkaufspreiserhöhungen im Einzelhandel fallen auch im ersten Halbjahr 2015 mit 0,7 % geringer als […]

Zum ersten Mal seit dem zweiten Halbjahr 2010 sind die Umsätze im österreichischen Einzelhandel gegenüber dem Vorjahr wieder real gewachsen, so die Ergebnisse der aktuellen Erhebung der KMU Forschung Austria zur Konjunkturentwicklung im heimischen Einzelhandel im ersten Halbjahr 2015. Die durchschnittlichen Verkaufspreiserhöhungen im Einzelhandel fallen auch im ersten Halbjahr 2015 mit 0,7 % geringer als die Inflationsrate von 0,9 % aus. Nominell konnte der Einzelhandel in Österreich in diesem Zeitraum ein Umsatzwachstum von 1,2 % gegenüber dem ersten Halbjahr 2014 erwirtschaften.

Spielwaren mit höchstem Umsatzplus

Der Einzelhandel mit Spielwaren verzeichnet mit 3,4 % das höchste nominelle Umsatzplus im ersten Halbjahr 2015. Dies ist auf das hohe Umsatzwachstum im ersten Quartal, insbesondere auf ein erfolgreiches Ostergeschäft, zurückzuführen. Auch der Sportartikeleinzelhandel zeigt eine ähnlich positive Entwicklung und hat im ersten Quartal den Grundstein für die mit +2 % positive Halbjahresbilanz gelegt.

Geprägt ist die positive Umsatzentwicklung in der ersten Jahreshälfte 2015 jedoch vor allem vom Umsatzwachstum im Lebensmitteleinzelhandel (+3,2 %), der sowohl im ersten als auch im zweiten Quartal überdurchschnittlich hohe Steigerungsraten verzeichnen konnte. Darüber hinaus kann auch der Einzelhandel mit kosmetischen Erzeugnissen eine überdurchschnittlich positive Umsatzentwicklung vorweisen.

Juni 2015 brachte das stärkste Umsatzplus

Nach einem erfolgreichen Start im Jänner mit einem sowohl nominellen als auch realen Wachstum lagen die Umsätze zwischen Februar und April entweder knapp unter bzw. knapp über dem jeweiligen Vorjahresniveau. Im Mai kam es aufgrund von zwei Verkaufstagen weniger im Vergleich zum Vorjahr zu deutlichen Umsatzrückgängen. Demgegenüber weist der Juni mit Abstand die beste Umsatzentwicklung im Einzelhandel auf. Dies ist nicht zuletzt darauf zurückzuführen, dass die Geschäfte um zwei Tage mehr geöffnet hatten als im Juni 2014.

Konsum in Österreich hinkt dem EU-Durchschnitt hinterher

Im europäischen Vergleich hat das Absatzvolumen im Einzelhandel zwischen Jänner und Mai 2015 sowohl in Österreich als auch im Durchschnitt der EU-28-Länder zugenommen, wobei das Plus mit 3 % in den EU-28 deutlich höher als in Österreich ausgefallen ist.

Verkaufsfläche sinkt

Neben der Betrachtung der Umsatzentwicklung im ersten Halbjahr 2015 präsentierte die Bundessparte Handel auch die ebenfalls von der KMU Forschung Austria durchgeführte Strukturanalyse im stationären Einzelhandel in Österreich. Diese zeigt für den Analysezeitraum 1. Quartal 2014 bis 1. Quartal 2015 eine Bestätigung der 2013 eingeläuteten Trendwende: 2014 hat die Verkaufsfläche im heimischen Einzelhandel zum zweiten Mal in Folge abgenommen, und zwar um 2 % oder 240.000 Quadratmeter. Damit liegt die Verkaufsfläche mit insgesamt 14,1 Millionen Quadratmeter auf dem Niveau des Jahres 2006.