Energiepreise drücken Inflation in Deutschland

14. August 2015 Drucken
Energiepreise drücken Inflation in Deutschland
Heizöl ist um 22 Prozent billiger geworden. Taxis haben sich aber um 13 Prozent verteuert. |© Q.pictures/pixelio.de © Q.pictures/pixelio.de

Sinkende Energiepreise haben die Inflation in Deutschland im Juli erneut gedrückt. Nach Zahlen des Statistischen Bundesamtes lagen die Verbraucherpreise nur noch um 0,2 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Die Wiesbadener Behörde bestätigte erste Schätzungen. Im Mai hatte die Inflationsrate noch bei 0,7 Prozent gelegen. Heizöl minus 22 Prozent Im Juni war die jährliche Teuerungsrate […]

Sinkende Energiepreise haben die Inflation in Deutschland im Juli erneut gedrückt. Nach Zahlen des Statistischen Bundesamtes lagen die Verbraucherpreise nur noch um 0,2 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Die Wiesbadener Behörde bestätigte erste Schätzungen. Im Mai hatte die Inflationsrate noch bei 0,7 Prozent gelegen.

Heizöl minus 22 Prozent

Im Juni war die jährliche Teuerungsrate dann erstmals seit Jänner wieder gesunken. Währungshütern bereitet die Mini-Inflation allerdings Sorgen. Deutlich billiger wurden im Juli gegenüber dem Vorjahr leichtes Heizöl (minus 22,4 Prozent) und Sprit (minus 7,1 Prozent). Der Rückgang der Energiepreise habe sich nochmals verstärkt, erklärten die Statistiker. Ohne Energiepreise wäre die Inflationsrate mit 1,0 Prozent deutlich höher ausgefallen. Nahrungsmittel wurden binnen Jahresfrist um 0,4 Prozent teurer. Der Preisanstieg schwächte sich damit ab, im Juni hatte er noch 1,0 Prozent betragen.

Taxifahrten wurden um 13 Prozent teurer

Mehr als vor einem Jahr mussten Verbraucher für Nettokaltmieten zahlen (plus 1,2 Prozent). Deutliche teurer wurden auch Taxifahrten (plus 12,9 Prozent). Die Branche begründet die Preiserhöhungen mit der Einführung des Mindestlohns von 8,50 Euro pro Stunde zum Jahresbeginn.

Maklergebühren sinken

Weniger mussten Verbraucher dagegen für sogenannte anderen Dienstleistungen zahlen. Ursache war vor allem die Einführung des Bestellerprinzips bei der Wohnungsvermittlung. Danach bekommt der Makler sein Geld von demjenigen, der ihn beauftragt hat. Das ist in der Regel der Vermieter. (APA)