Einbürgerungen: Erstes Halbjahr brachte rund 4000 neue StaatsbürgerInnen

19. August 2015 Drucken
Einbürgerungen: Erstes Halbjahr brachte rund 4000 neue StaatsbürgerInnen
Im ersten Halbjahr wurden fast 1.000 Kinder zu neuen österreichischen Staatsbürgern. |© rudolf ortner/pixelio.de © rudolf ortner/pixelio.de

Im ersten Halbjahr 2015 wurde laut Statistik Austria an insgesamt 3.980 Personen die österreichische Staatsbürgerschaft verliehen, darunter an 37 Personen mit Wohnsitz im Ausland. Mit 166 Einbürgerungen mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres (+4,4%) setzte sich der seit dem Jahr 2011 beobachtbare Trend steigender Einbürgerungszahlen fort.  Besonders berücksichtungswürdiger Grund: Geburt in Österreich Nach dem Einbürgerungsgrund betrachtet erhielten im ersten Halbjahr 2015 insgesamt 669 […]

Im ersten Halbjahr 2015 wurde laut Statistik Austria an insgesamt 3.980 Personen die österreichische Staatsbürgerschaft verliehen, darunter an 37 Personen mit Wohnsitz im Ausland. Mit 166 Einbürgerungen mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres (+4,4%) setzte sich der seit dem Jahr 2011 beobachtbare Trend steigender Einbürgerungszahlen fort. 

Besonders berücksichtungswürdiger Grund: Geburt in Österreich

Nach dem Einbürgerungsgrund betrachtet erhielten im ersten Halbjahr 2015 insgesamt 669 Personen (16,8%) die Staatsbürgerschaft im Ermessen, darunter 644 Personen nach mindestens zehnjährigem Wohnsitz (§10, Abs. 1, StBG). Mehr als die Hälfte der Einbürgerungen (2.204 oder 55,4%) erfolgte jedoch auf Grund eines Rechtsanspruchs, darunter 1.190Personen nach mindestens sechsjährigem Wohnsitz in Österreich und aus besonders berücksichtigungswürdigen Gründen (z. B. Geburt in Österreich, EWR-Staatsangehörigkeit oder asylberechtigt, nachgewiesene Deutschkenntnisse und nachhaltige Integration) und 449 Personen auf Grund der Ehe mit einem Österreicher bzw. einer Österreicherin. Unter dem Titel „Erstreckung der Verleihung“ wurden 129 Ehegatten sowie 978 Kinder zu österreichischen Staatsbürgern und Staatsbürgerinnen, zusammen 27,8% der Einbürgerungen.

Bosnien als stärkstes Herkunftsland

Unter den zehn wichtigsten Herkunftsländern, aus denen insgesamt 61,1% der neuen österreichischen Staatsbürger kamen, stand Bosnien und Herzegowina mit 628 Eingebürgerten (15,8%) an erster Stelle. Es folgten die Türkei (506 Personen bzw. 12,7%) und Serbien (283 bzw. 7,1%) sowie Kosovo (273), Ukraine (174), Russische Föderation (143), Ägypten (122), Rumänien (104), Indien (103) und Mazedonien (96). Mehr als ein Drittel der neuen Staatsbürgerinnen und Staatsbürger (36,3%) wurde bereits in Österreich geboren.