Euro-Rettungsfonds überwies 13 Mrd. Euro an Athen

20. August 2015 Drucken
Euro-Rettungsfonds überwies 13 Mrd. Euro an Athen
Athen zahlte laut Medienberichten 3,4 Mrd. Euro an die Europäische Zentralbank (EZB) zurück und beglich damit fällige Schulden.. |© APA © APA

Griechenland hat die ersten 13 Milliarden Euro aus dem neuen Hilfsprogramm der Euro-Partner erhalten. Das Geld sei am Donnerstagvormittag überwiesen worden, teilte der Euro-Rettungsfonds ESM in Luxemburg mit. Athen zahlte laut Medienberichten 3,4 Mrd. Euro an die Europäische Zentralbank (EZB) zurück und beglich damit fällige Schulden. Die Euro-Finanzminister hatten am Mittwochabend der Überweisung einer ersten […]

Griechenland hat die ersten 13 Milliarden Euro aus dem neuen Hilfsprogramm der Euro-Partner erhalten. Das Geld sei am Donnerstagvormittag überwiesen worden, teilte der Euro-Rettungsfonds ESM in Luxemburg mit. Athen zahlte laut Medienberichten 3,4 Mrd. Euro an die Europäische Zentralbank (EZB) zurück und beglich damit fällige Schulden. Die Euro-Finanzminister hatten am Mittwochabend der Überweisung einer ersten Tranche des Hilfspakets in Höhe von 23 Mrd. Euro an Athen zugestimmt.

Zustimmung der nationalen Parlamente

Das dritte Hilfspaket hat ein Gesamtvolumen von bis zu 86 Mrd. Euro für die nächsten drei Jahre und ist mit strengen Reform- und Sparauflagen verknüpft. Die Finanzminister der Eurozone hatten für ihr grünes Licht noch die Zustimmung aus den letzten nationalen Parlamenten abgewartet. Als letzte Volksvertretung eines Euro-Landes machte das niederländische Parlament am Mittwoch den Weg für das neue Griechenland-Hilfspaket frei. Gegen großen Widerstand der Opposition stimmten sowohl die Koalitionsparteien der Rechtsliberalen und Sozialdemokraten als auch die linksliberale Oppositionspartei D66 mit knapper Mehrheit für die Milliardenhilfe für Griechenland zu.

Regierungskoalition in Deutschland lässt Federn

Zuvor hatte am Mittwoch auch Deutschland grünes Licht für das neue Griechenland-Hilfsprogramm gegeben. In Berlin hatte am Mittwoch der Deutsche Bundestag das neue Hilfspaket mit einer klaren Mehrheit von 453 Ja-Stimmen, 113 Nein-Stimmen und 18 Enthaltungen gebilligt. Neben den meisten Linken-Abgeordneten votierten allerdings auch 63 Abgeordnete der Union gegen die neuen Milliarden-Hilfen.

Schäuble warb für Zustimmung

Der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hatte im Bundestag noch einmal eindringlich um Zustimmung geworben. Natürlich gebe es „keine Garantie, dass das alles funktionieren wird“, sagte er. Es wäre jedoch „unverantwortlich, die Chancen für einen neuen Anfang in Griechenland jetzt nicht zu nutzen“. Auch er selbst habe „um diese Entscheidung gerungen“. (APA)