Breitbandstudie: 70 Prozent nutzen Videostreaming, 50 Prozent täglich auf Facebook

28. August 2015 Drucken
Breitbandstudie: 70 Prozent nutzen Videostreaming, 50 Prozent täglich auf Facebook
Internetversorgung ist ein wesentlicher Standortfaktor für Unternehmen. |© Tim Reckmann/pixelio.de © Tim Reckmann/pixelio.de

Die Internet-Nutzung in Österreich steigt rapide. Das zeigt nicht nur der österreichweite Datenverbrauch, der sich alle eineinhalb Jahre verdoppelt. Im Juli 2015 hat das Marktforschungsinstitut nun auch in einer groß angelegten, repräsentativen Breitbandstudie das Internetverhalten der Österreicherinnen und Österreicher erhoben. Dabei wurden 1.014 Personen zwischen 16 und 60 Jahren im ganzen Bundesgebiet zu ihrer Internetnutzung […]

Die Internet-Nutzung in Österreich steigt rapide. Das zeigt nicht nur der österreichweite Datenverbrauch, der sich alle eineinhalb Jahre verdoppelt. Im Juli 2015 hat das Marktforschungsinstitut nun auch in einer groß angelegten, repräsentativen Breitbandstudie das Internetverhalten der Österreicherinnen und Österreicher erhoben. Dabei wurden 1.014 Personen zwischen 16 und 60 Jahren im ganzen Bundesgebiet zu ihrer Internetnutzung und -zufriedenheit online befragt.

Kaum Verzicht auf Internet

Laut Studienergebnissen nutzen bereits über 81 Prozent die TV Mediatheken von ORF und ATV, weitere 67 Prozent Videostreaming-Dienste wie YouTube& Co, mehr als ein Viertel (26,3 Prozent) sogar mindestens einmal pro Woche. 49,5 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher sind täglich auf Facebook. Bei den 16-24 Jährigen liegt der Anteil schon bei 65 Prozent. Im Durchschnitt haben die 16-24-Jährigen 340 Freunde auf Facebook, über alle Altersschichten sind es durchschnittlich immer noch 225.

Knapp 85 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher geben an, dass ein Internetzugang für sie sehr wichtig oder wichtig ist, und dass sie nicht darauf verzichten könnten – vor allem als Kommunikationsweg (70 Prozent). Drei Viertel nutzen regelmäßig internetbasierte Messaging-Dienste, E-Mail nutzt praktisch jeder.
Der Ausbau des Mobilfunknetzes ist den Österreicherinnen und Österreichern ähnlich wichtig wie die Verkehrsanbindung in ihrem Wohngebiet, rund 85 Prozent messen dem große Bedeutung zu. Auch die Verfügbarkeit einer leistungsfähigen und schnellen Internetverbindung ist für 8 von 10 Personen sehr wichtig oder wichtig.

Qualität der Internetversorgung

In der Umfrage gaben jedoch 10,3 Prozent der Befragten an, dass bei ihnen derzeit keine Zugangstechnologie in ausreichender Qualität verfügbar sei. Jeder Zweite im ländlichen Raum sah bei der Internetversorgung einen dringenden Verbesserungsbedarf. Beklagt wurden vor allem zu geringe Übertragungsgeschwindigkeiten (49 Prozent), zu teure Angebote (44,2 Prozent) sowie Störungen und Ausfälle (38 Prozent). Für neue Anwendungen wie TV-Mediatheken oder Video-Streaming reichten die verfügbaren Anbindungen nicht aus.

In diesen schlecht versorgten Regionen wurde dies in den vergangenen Monaten zusehend zu einem ernst zu nehmenden Problem und Gesprächsthema. 6 von 10 Betroffenen fühlen sich persönlich eingeschränkt, vor allem in der Freizeitgestaltung und im Informationsbezug (je 53 Prozent), aber auch in beruflichen Aktivitäten (45 Prozent) und in der Kommunikation mit Bekannten (44 Prozent). 4 von 10 Betroffenen tauschen sich zumindest gelegentlich mit Nachbarn und anderen Betroffenen darüber aus. 15 Prozent haben aufgrund der mangelnden Internetleistungsfähigkeit sogar schon darüber nachgedacht, den Wohnort zu wechseln, bei 16-24 Jährigen sogar schon jeder Fünfte.

Internetversorgung Standortfaktor für Unternehmen

Noch größer ist das Problem für die Unternehmen. Dies zeigt eine aktuelle marketmind Business-Studie, repräsentativ für die österreichische Unternehmenslandschaft. Für 9 von 10 österreichischen Unternehmen ist eine leistungsfähige Internetverbindung von großer Bedeutung für den Arbeitsalltag, in größeren Unternehmen ist sie sogar unerlässlich. In unterversorgten Regionen fühlt sich knapp die Hälfte der Unternehmen in ihrem Alltag durch die mangelnde Internetversorgung in ihren geschäftlichen Tätigkeiten eingeschränkt, in schwach versorgten ländlichen Gebieten sind es sogar 6 von 10 Unternehmen.

Während österreichweit 13,5 Prozent der Unternehmen dringenden Verbesserungsbedarf bei ihrer Internetversorgung orten, ist das in ländlichen Gebieten bei mehr als jedem fünften der Fall. Vor allem mittelständische Unternehmen wünschen sich an ihrem Unternehmensstandort eine bessere Internetverbindung. Knapp 6 von 10 Unternehmen erwarten sich dadurch ein effizienteres bzw. schnelleres Arbeiten, ein Drittel erhofft sich bessere Kommunikationsmöglichkeiten mit Kunden. Jeder Fünfte rechnet zudem mit Kosteneinsparungen.

Die Internetversorgung ist ein wesentlicher Standortfaktor. In unterversorgten Gebieten hat schon jedes zehnte Unternehmen überlegt, den Standort aufgrund der mangelnden Leistungsfähigkeit der Internetverbindung zu wechseln. In schwach versorgten ländlichen Gebieten mit mittlerer Besiedelungsdichte hat schon jedes fünfte Unternehmen einen Standortwechsel erwogen.Die Internet-Nutzung in Österreich steigt rapide. Das zeigt nicht nur der österreichweite Datenverbrauch, der sich alle eineinhalb Jahre verdoppelt. Im Juli 2015 hat das Marktforschungsinstitut marketmind nun auch in einer groß angelegten, repräsentativen Breitbandstudie das Internetverhalten der Österreicherinnen und Österreicher erhoben. Dabei wurden 1.014 Personen zwischen 16 und 60 Jahren im ganzen Bundesgebiet zu ihrer Internetnutzung und -zufriedenheit online befragt.

Kaum Verzicht auf Internet

Laut Studienergebnissen nutzen bereits über 81 Prozent die TV Mediatheken von ORF und ATV, weitere 67 Prozent Videostreaming-Dienste wie YouTube& Co, mehr als ein Viertel (26,3 Prozent) sogar mindestens einmal pro Woche. 49,5 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher sind täglich auf Facebook. Bei den 16-24 Jährigen liegt der Anteil schon bei 65 Prozent. Im Durchschnitt haben die 16-24-Jährigen 340 Freunde auf Facebook, über alle Altersschichten sind es durchschnittlich immer noch 225.
Knapp 85 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher geben an, dass ein Internetzugang für sie sehr wichtig oder wichtig ist, und dass sie nicht darauf verzichten könnten – vor allem als Kommunikationsweg (70 Prozent). Drei Viertel nutzen regelmäßig internetbasierte Messaging-Dienste, E-Mail nutzt praktisch jeder.
Der Ausbau des Mobilfunknetzes ist den Österreicherinnen und Österreichern ähnlich wichtig wie die Verkehrsanbindung in ihrem Wohngebiet, rund 85 Prozent messen dem große Bedeutung zu. Auch die Verfügbarkeit einer leistungsfähigen und schnellen Internetverbindung ist für 8 von 10 Personen sehr wichtig oder wichtig.

Qualität der Internetversorgung

In der Umfrage gaben jedoch 10,3 Prozent der Befragten an, dass bei ihnen derzeit keine Zugangstechnologie in ausreichender Qualität verfügbar sei. Jeder Zweite im ländlichen Raum sah bei der Internetversorgung einen dringenden Verbesserungsbedarf. Beklagt wurden vor allem zu geringe Übertragungsgeschwindigkeiten (49 Prozent), zu teure Angebote (44,2 Prozent) sowie Störungen und Ausfälle (38 Prozent). Für neue Anwendungen wie TV-Mediatheken oder Video-Streaming reichten die verfügbaren Anbindungen nicht aus.
In diesen schlecht versorgten Regionen wurde dies in den vergangenen Monaten zusehend zu einem ernst zu nehmenden Problem und Gesprächsthema. 6 von 10 Betroffenen fühlen sich persönlich eingeschränkt, vor allem in der Freizeitgestaltung und im Informationsbezug (je 53 Prozent), aber auch in beruflichen Aktivitäten (45 Prozent) und in der Kommunikation mit Bekannten (44 Prozent). 4 von 10 Betroffenen tauschen sich zumindest gelegentlich mit Nachbarn und anderen Betroffenen darüber aus. 15 Prozent haben aufgrund der mangelnden Internetleistungsfähigkeit sogar schon darüber nachgedacht, den Wohnort zu wechseln, bei 16-24 Jährigen sogar schon jeder Fünfte.

Internetversorgung Standortfaktor für Unternehmen

Noch größer ist das Problem für die Unternehmen. Dies zeigt eine aktuelle marketmind Business-Studie, repräsentativ für die österreichische Unternehmenslandschaft. Für 9 von 10 österreichischen Unternehmen ist eine leistungsfähige Internetverbindung von großer Bedeutung für den Arbeitsalltag, in größeren Unternehmen ist sie sogar unerlässlich. In unterversorgten Regionen fühlt sich knapp die Hälfte der Unternehmen in ihrem Alltag durch die mangelnde Internetversorgung in ihren geschäftlichen Tätigkeiten eingeschränkt, in schwach versorgten ländlichen Gebieten sind es sogar 6 von 10 Unternehmen.

Während österreichweit 13,5 Prozent der Unternehmen dringenden Verbesserungsbedarf bei ihrer Internetversorgung orten, ist das in ländlichen Gebieten bei mehr als jedem fünften der Fall. Vor allem mittelständische Unternehmen wünschen sich an ihrem Unternehmensstandort eine bessere Internetverbindung. Knapp 6 von 10 Unternehmen erwarten sich dadurch ein effizienteres bzw. schnelleres Arbeiten, ein Drittel erhofft sich bessere Kommunikationsmöglichkeiten mit Kunden. Jeder Fünfte rechnet zudem mit Kosteneinsparungen.
Die Internetversorgung ist ein wesentlicher Standortfaktor. In unterversorgten Gebieten hat schon jedes zehnte Unternehmen überlegt, den Standort aufgrund der mangelnden Leistungsfähigkeit der Internetverbindung zu wechseln. In schwach versorgten ländlichen Gebieten mit mittlerer Besiedelungsdichte hat schon jedes fünfte Unternehmen einen Standortwechsel erwogen.