Elektrohandel: Österreicher sparten bei Unterhaltungselektronik

04. September 2015 Drucken

Die Nachfrage nach Elektronikprodukten in Österreich blieb im ersten Halbjahr 2015 konstant. Zwar vermeldet der Handel für den Zeitraum Jänner bis Ende Juni Umsätze um die 850 Mio. Euro, bei einem leichten Umsatzminus von weniger als einem Prozent, aber das Weihnachtsgeschäft sollte dieses wieder ausbügeln. Ein Minus von mehr als neun Prozent verzeichnete die Unterhaltungselektronik. […]

Die klassischen Haushaltsgeräte ("Weiße Ware") erwiesen sich als stabile Umsatzbringer. |©  ruh

Die klassischen Haushaltsgeräte („Weiße Ware“) erwiesen sich als stabile Umsatzbringer. |© ruh

Die Nachfrage nach Elektronikprodukten in Österreich blieb im ersten Halbjahr 2015 konstant. Zwar vermeldet der Handel für den Zeitraum Jänner bis Ende Juni Umsätze um die 850 Mio. Euro, bei einem leichten Umsatzminus von weniger als einem Prozent, aber das Weihnachtsgeschäft sollte dieses wieder ausbügeln. Ein Minus von mehr als neun Prozent verzeichnete die Unterhaltungselektronik.

Im Gesamten stabil

Wie Vertreter des Fachverbandes der Elektro- und Elektronikindustrie (FEEI) bei einer Pressekonferenz am Donnerstag bekanntgaben, hat der Elektronikhandel im ersten Halbjahr stabile Umsätze in Höhe von 850,5 Mio. Euro vorzuweisen. Positiv war die Halbjahresbilanz bei Anschaffungen im klassischen Hausratsgerätebereich.

Weiße Ware geht gut

Im Bereich der sogenannten „Weißen Ware“, dazu zählen etwa Kühlschränke, Waschmaschinen oder Geschirrspüler, haben Wäschetrockner neben E-Herden und Backöfen die höchsten umsatzbezogenen Steigerungsraten von 12 bzw. 7 Prozent ausgewiesen. Über 700.000 neue Hausgeräte haben die heimischen Verbraucher in den vergangenen Monaten erstanden und der Branche ein 3,7-prozentiges Plus und Umsätze von 348,2 Mio. Euro in die Kassen gespült. Auch der mengenmäßige Absatz stieg um 3,8 Prozent.

| ©  FEEI (zum Vergrößern anklicken)

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Keine Großereignisse

Bei der Unterhaltungselektronik leidet der Markt nach Ansicht von Markus Monjau von LG Elektronics Austria unter fehlenden Großereignissen. Erfahrungsgemäß würden sich die Verbraucher bei sportlichen Großereignissen wie etwa Fußball-Meisterschaften zur Anschaffung eines größeren bzw. technisch höherwertigen TV-Gerätes entschließen. Der Rückgang bei der „Consumer Electronics“ sei aber ein europaweiter Trend.

Talsohle bei Consumer Electronics

Im Halbjahr 2015 wurde in Österreich für Unterhaltungselektronik 310,3 Mio. Euro ausgegeben. Das ist seit Jänner ein umsatzbezogener Rückgang von 9,2 Prozent. Knapp 1,6 Millionen Artikel aus dem Bereich Consumer Electronics wurden an den Kunden gebracht, was einem Minus von 6,3 Prozent entspricht. Laut den Branchenvertretern sollte damit aber die Talsohle bei „Consumer Electronics“ erreicht worden sein.

Espressemaschenen & Co legen kräftig zu

Der Markt für Kleinelektronikgeräte wie Espressomaschinen, Mixer, Staubsauger oder auch elektronische Zahlbürsten boomt kräftig. Nach Angaben von Peter Pollak, Geschäftsführer von Dyson Austria und Sprecher des Forums Elektro-Kleingeräte sollten die Steigerungen von 7,4 Prozent bei Umsätzen von 191,9 Mio. Euro bis Jahresende zumindest zu halten sein. Erfahrungsgemäß wandere im Zuge des Weihnachtsgeschäfts vieles aus der Produktpalette der Kleinelektronik als Geschenk über den Ladentisch. Mengenmäßig wurden mit fast 2,4 Millionen Geräten um über drei Prozent mehr Elektrokleingeräte im Halbjahr abgesetzt. (APA/red)