Bauerneinkommen erneut gesunken

01. Oktober 2015 Drucken

Der aktuelle Bericht über die Einkommen der heimischen Landwirte weist für das Jahr 2014 ein Einkommensminus gegenüber 2013 von 5% aus. Im Schnitt belief sich das bäuerliche Jahreseinkommen 2014 auf 18.941 Euro je Arbeitskraft. Die Einkünfte der Bauern sind schon das dritte Jahr hintereinander rückläufig. Heuer hat eine extreme Hitzeperiode Dürreschäden in der Höhe von […]

Heimische Bauern verdienen immer weniger. |© Michael Loeper/pixelio.de

Heimische Bauern verdienen immer weniger. |© Michael Loeper/pixelio.de

Der aktuelle Bericht über die Einkommen der heimischen Landwirte weist für das Jahr 2014 ein Einkommensminus gegenüber 2013 von 5% aus. Im Schnitt belief sich das bäuerliche Jahreseinkommen 2014 auf 18.941 Euro je Arbeitskraft. Die Einkünfte der Bauern sind schon das dritte Jahr hintereinander rückläufig. Heuer hat eine extreme Hitzeperiode Dürreschäden in der Höhe von 170 Mio. Euro verursacht. Die schwache Konjunktur in China und das Russland-Embargo üben weiterhin starken Druck auf die Agrarmärkte aus und die Erzeugerpreise bei Milch und Schweinen sind anhaltend schlecht.

Ursachen für das Einkommensminus

Die Ursachen für den erneuten Rückgang im Jahr 2014 waren die sinkenden Erlöse bei Getreide, niedrigere Erzeugerpreise für Erdäpfel und Zuckerrübe, eine geringere Weinernte auf Grund der feuchten Witterungsbedingungen, deutlich tiefere Erzeugerpreise für Tafeläpfel, die zum Ertragsrückgang im Obstbau beitrugen sowie niedrigere Erträge in der Schweinehaltung durch gesunkene Mastschweine- und Ferkelpreise. Hinzu kamen noch höhere Aufwendungen für Personal, Pacht und Mieten sowie Abschreibungen.

Verbesserungen in einigen Bereichen

Einzig im Milchbereich haben 2014 gestiegene Erzeugerpreise und niedrigere Aufwendungen für Futtermittel zu einem leichten Einkommensplus geführt. Auch bei Österreichs Bergbauern hat sich die Situation etwas verbessert und die Einkommen sind gegenüber 2013 um 3% gestiegen. Insgesamt hat sich der Einkommensabstand zwischen Berg-und Nichtbergbauern etwas verringert. Bei den Bergbauernbetrieben zeigt sich, dass im Durchschnitt die Einkünfte im Vorjahr 21.604 Euro je Betrieb ausmachten, was ein leichtes Plus von 3,2% bedeutet.