Gehälter steigen 2016 in Österreich um 2,7 Prozent

13. Oktober 2015 Drucken

Die Gehälter in Österreich werden im kommenden Jahr im Schnitt um 2,7 Prozent zulegen. Die Gehaltssteigerungen bewegen sich relativ homogen zwischen 2,5 Prozent im unteren Management und 2,7 Prozent bei Vorständen und Geschäftsführern. Auch Fachkräfte und Spezialisten können mit einem Gehaltsplus von 2,7 Prozent rechnen. Das zeigt eine aktuelle Studie der Beratungsgesellschaft Kienbaum zur Gehaltsentwicklung […]

Türkei und Russland haben die höchsten Zuwächse, Österreich liegt auf Rang 4. |© Tim Reckmann/pixelio.de

Türkei und Russland haben die höchsten Zuwächse, Österreich liegt auf Rang 4. |© Tim Reckmann/pixelio.de

Die Gehälter in Österreich werden im kommenden Jahr im Schnitt um 2,7 Prozent zulegen. Die Gehaltssteigerungen bewegen sich relativ homogen zwischen 2,5 Prozent im unteren Management und 2,7 Prozent bei Vorständen und Geschäftsführern. Auch Fachkräfte und Spezialisten können mit einem Gehaltsplus von 2,7 Prozent rechnen. Das zeigt eine aktuelle Studie der Beratungsgesellschaft Kienbaum zur Gehaltsentwicklung in 26 europäischen Ländern.

Leichtes Plus

Inflationsbereinigt können die Österreicher im kommenden Jahr ein leichtes Gehaltsplus erwarten: Nach Abzug der von der EU-Kommission prognostizierten Preissteigerungsrate von 2,2 Prozent ergibt sich für Österreich eine inflationsbereinigte Gehaltssteigerung von 0,5 Prozent.

Norweger können sich über größtes Gehaltsplus in West- und Südeuropa freuen

Die Unternehmen in west- und südeuropäischen Ländern werden die Gehälter in 2016 im Schnitt um 2,5 Prozent erhöhen. In Norwegen steigen die Gehälter mit 3,2 Prozent am stärksten. Auch inflationsbereinigt können die Norweger mit einem deutlichen Gehaltszuwachs rechnen. Auf Norwegen folgen die Niederlande und Deutschland mit Steigerungsraten von jeweils 2,9 Prozent. Zieht man die Teuerungsrate ab, liegt Deutschland allerdings nur noch im Mittelfeld. Insgesamt liegen die Gehaltssteigerungen in Süd- und Westeuropa recht nah beieinander. Österreich liegt bei der prognostizierten Gehaltsentwicklung unter den westeuropäischen Ländern „auf dem guten vierten Platz“, schreibt Kienbaum. Bedingt durch die erwartete hohe Inflationsrate von 2,2 Prozent laut European Economic Forecast werden Löhne der österreichischen Fach- und Führungskräfte jedoch real nur um 0,5 Prozent steigen; das ist vor Luxemburg die zweitniedrigste Reallohnsteigerung in ganz Westeuropa.

Türkei und Rußland verzeichnen höchste Zuwächse

In Mittel-, Ost- und Südosteuropa entwickeln sich die Gehälter 2016 vergleichsweise heterogen: Während besonders die Türkei und Russland mit 5,7 Prozent bzw. 6,3 Prozent im kommenden Jahr deutliche Gehaltssteigerungen verzeichnen werden, geht es in Bulgarien, Kroatien und Slowenien mit um zwei Prozent höheren Gehältern langsamer voran. Allerdings wird insbesondere in Russland aber auch in der Türkei eine hohe Preissteigerung erwartet, sodass sich die inflationsbereinigten Gehälter in beiden Ländern sogar negativ entwickeln können. In den übrigen Ländern dieser Regionen steigen die Gehälter 2016 unter Einbezug der Teuerungsrate voraussichtlich um etwa 1,0 bis 1,5 Prozent, was in etwa dem Niveau in West- und Südeuropa entspricht.

 

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