EU: 111 Mio. Euro für Absatzförderung europäischer Agrarerzeugnisse

15. Oktober 2015 Drucken

Im Jahr 2016 können europäische Erzeuger 111 Mio. Euro in Anspruch nehmen, um neue Märkte für ihre landwirtschaftlichen Produkte zu erschließen. Unter dem Motto „Enjoy, it’s from Europe“ können so Informations- und Absatzförderungskampagnen in Drittländern finanziert werden. Davon sollen insbesondere die Sektoren profitieren, die unter einer derzeit schwierigen Marktlage leiden, wie Milch und Schweinefleisch. Zudem […]

Europäische Lebensmittel haben auf dem Weltmarkt eine Spitzenposition inne. |© Lupo/pixelio.de

Europäische Lebensmittel haben auf dem Weltmarkt eine Spitzenposition inne. |© Lupo/pixelio.de

Im Jahr 2016 können europäische Erzeuger 111 Mio. Euro in Anspruch nehmen, um neue Märkte für ihre landwirtschaftlichen Produkte zu erschließen. Unter dem Motto „Enjoy, it’s from Europe“ können so Informations- und Absatzförderungskampagnen in Drittländern finanziert werden. Davon sollen insbesondere die Sektoren profitieren, die unter einer derzeit schwierigen Marktlage leiden, wie Milch und Schweinefleisch. Zudem steigt der von der EU ko-finanzierte Anteil entsprechender Kampagnen von 50 auf 70 bis 80 Prozent. Die nationale Ko-Finanzierung entfällt. Die entsprechenden Rechtstexte hat die Europäische Kommission diese Woche beschlossen.

Spitzenposition am Weltmarkt

„Europäische Agrarerzeugnisse und Lebensmittel haben auf dem Weltmarkt eine Spitzenposition inne. Die Ausfuhren im Wert von 110 Mrd. Euro stellen für die ländlichen Gebiete ganz Europas eine Quelle von Arbeitsplätzen und Wachstum dar. So werden 111 Mio. Euro bereitgestellt, um für Agrarerzeugnisse und Lebensmittel aus der EU Chancen auf neuen Märkten zu erschließen und unsere Präsenz auf den vorhandenen Märkten auszubauen“, heißt es aus der EU-Kommission.

Im Rahmen des kürzlich angekündigten, 500 Mio. Euro umfassenden Pakets für die Agrarmärkte werden Mittel in Höhe von 30 Mio. Euro eigens für die in der Krise befindlichen Sektoren Milch und Schweinefleisch bereitgestellt werden, kündigte Hogan an.

Das Programm von 2016 betrifft eine Liste von ausgewählten Drittländern in denen es das höchste Wachstumspotenzial gibt. Ab dem kommenden Jahr gehören auch Erzeugerorganisationen zum Kreis der förderfähigen Begünstigten. Zudem wird die Palette von Erzeugnissen breiter, die von der Förderung profitieren können und umfasst dann auch verarbeitete Agrarnahrungsmittel wie Brot, Teigwaren und Schokolade. Die Verwaltungsverfahren werden erleichtert.