Industrie 4.0: Höhere Wertschöpfung, höhere Lohnsummen, weniger minderqualifizierte Jobs

23. Oktober 2015 Drucken

Die bevorstehende Digitalisierung in Fabrikhallen Industrie 4.0 wird die Qualifikationsanforderungen der Mitarbeiter nach oben schrauben. Einfache Tätigkeiten werden durch Automatisierung und Digitalisierung übernommen, wie aus einer Studie des deutschen Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervorgeht. Insgesamt werde die Wirtschaft durch höhere Produktivität und Lohnsummen profitieren. Höhere Wertschöpfung, höhere Lohnsummen Die ökonomische Gesamtentwicklung durch Industrie 4.0 […]

Industrie 4.0 bringt mehr Produktivität, wird den Arbeitsmarkt aber verändern. |© Gallus Tannheimer/pixelio.de

Industrie 4.0 bringt mehr Produktivität, wird den Arbeitsmarkt aber verändern. |© Gallus Tannheimer/pixelio.de

Die bevorstehende Digitalisierung in Fabrikhallen Industrie 4.0 wird die Qualifikationsanforderungen der Mitarbeiter nach oben schrauben. Einfache Tätigkeiten werden durch Automatisierung und Digitalisierung übernommen, wie aus einer Studie des deutschen Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervorgeht. Insgesamt werde die Wirtschaft durch höhere Produktivität und Lohnsummen profitieren.

Höhere Wertschöpfung, höhere Lohnsummen

Die ökonomische Gesamtentwicklung durch Industrie 4.0 werde positiv sein.Es werde eine höhere Wertschöpfung geben und dadurch höhere volkswirtschaftliche Gewinne. Den Arbeitskräften wird der Studie zufolge in Zukunft mehr abverlangt, was auch zu höheren Lohnsummen führe.

Wegfall niedrig qualifizierter Jobs, mehr Dienstleistungen

Es werde zu einer deutlichen Umschichtung von Arbeitsplätzen kommen, bei der vor allem Beschäftigte, die heute Maschinen und Anlagen bedienennicht mehr benötigt werden. Insgesamt beschleunige die Industrie 4.0 den Strukturwandel hin zu mehr Dienstleistungen. Die Anzahl der Erwerbstätigen verändere sich dabei gar nicht so stark; bedeutender seien die Arbeitskräftebewegungen zwischen Branchen und Berufen, schreiben die Autoren.

Techniker und Ausbilder werden profitieren

Gewinner von Industrie 4.0 werden nach der IAB-Studie vor allem gut ausgebildete IT-Fachkräfte, Ingenieure und Naturwissenschaftler sein. Chancen biete die vierte industrielle Revolution auch Lehrkräften. Denn die werden künftig verstärkt gefragt sein, um Mitarbeiter auf ihre neuen Aufgaben in der digitalen Fabrik vorbereiten, so die IAB-Einschätzung.

Weitere Themen: Quantitative Auswirkungen auf Arbeitsmarkt, Investitionstätigkeit und Maschinenbau