EU-Parlament beschließt endgültig Roaming-Ende für Sommer 2017

27. Oktober 2015 Drucken

Das EU-Parlament hat in Straßburg die endgültige Abschaffung der Roaming-Gebühren beschlossen. Ab Juni 2017 sind die Auslandsaufschläge beim mobilen Telefonieren Vergangenheit. Ab April 2016 würden die Roaming-Gebühren außerdem „dramatisch verringert“. Finden Sie hier die neuen Tarifobergrenzen. Eigentlich gleichberechtigte Nutzer Das neue Gesetz verpflichtet die Anbieter von Internetzugangsdiensten, den gesamten Verkehr bei der Erbringung solcher Dienstleistungen […]

Ab 30. April 2016 werden die Roaming-Gebühren schon spürbar billiger. |© Stefan Ddorf/pixelio.de

Ab 30. April 2016 werden die Roaming-Gebührenspürbar billiger. |© Stefan Ddorf/pixelio.de

Das EU-Parlament hat in Straßburg die endgültige Abschaffung der Roaming-Gebühren beschlossen. Ab Juni 2017 sind die Auslandsaufschläge beim mobilen Telefonieren Vergangenheit. Ab April 2016 würden die Roaming-Gebühren außerdem „dramatisch verringert“. Finden Sie hier die neuen Tarifobergrenzen.

Eigentlich gleichberechtigte Nutzer

Das neue Gesetz verpflichtet die Anbieter von Internetzugangsdiensten, den gesamten Verkehr bei der Erbringung solcher Dienstleistungen gleich zu behandeln, ohne Diskriminierung, Beschränkung oder Störung, sowie unabhängig von Sender und Empfänger, den abgerufenen oder verbreiteten Inhalten, den genutzten oder bereitgestellten Anwendungen oder Diensten oder den verwendeten Endgeräten – außer zum Beispiel bei gerichtlichen Anordnungen oder zur Vorbeugung gegen Cyberangriffe.

Netzneutralität

Allerdings gibt es ein paar Hintertüren: Provider dürfen zwischen Kategorien von Datenverkehr unterscheiden – „um die Gesamtqualität und das Nutzererlebnis zu optimieren“. Laut Entwurf können bestimmte „Spezialdienste“ privilegiert behandelt werden. Grundlage dafür sollen die „Anforderungen an die technische Qualität der Dienste“ sein, sodass beispielsweise beim Video-Streaming das Bild nicht ruckelt. Zudem ist die Vorfahrt für bestimmte Dienste laut Entwurf schon dann erlaubt, wenn eine Netzüberlastung nur droht und noch gar nicht eingetreten ist.

Die neuen Tarife

Ab dem 30. April 2016 dürfen die Roaming-Gebühren die folgenden Beträge nicht überschreiten:

  • 0,05 Euro je Minute für Gespräche
  • 0,02 Euro je SMS, oder
  • 0,05 Euro pro genutztem Megabyte bei mobiler Internetnutzung. (APA)