Erste muss 2015 weniger für faule Kredite vorsorgen

09. November 2015 Drucken

Für normale Vorsorgen und Wertberichtigungen für Problemkredite muss die Erste Group 2015 weniger Geld zurücklegen als noch im Sommer erwartet. Die Kreditvorsorgen sollen jetzt bei 750 bis 950 Mio. Euro liegen und somit unter der bisherigen Vorschau (0,9 bis 1,1 Mrd.) Euro. Unterm Strich bleibt es aber wohl bei den alten Zahlen: Denn es gibt […]

en Konzern-Nettogewinn meldete die Erste für die ersten neun Monate 2015 bei 764,2 Mio. Euro. |© APA

Die Erste Group meldete für die ersten neun Monate 2015 einen Konzern-Nettogewinn von 764,2 Mio. Euro. |© APA

Für normale Vorsorgen und Wertberichtigungen für Problemkredite muss die Erste Group 2015 weniger Geld zurücklegen als noch im Sommer erwartet. Die Kreditvorsorgen sollen jetzt bei 750 bis 950 Mio. Euro liegen und somit unter der bisherigen Vorschau (0,9 bis 1,1 Mrd.) Euro. Unterm Strich bleibt es aber wohl bei den alten Zahlen: Denn es gibt eine neue Last aus Kroatien zu verdauen.

Kroatien führt Zwangskonvertierung durch

Die Banken in Kroatien müssen hohe Kosten für die politisch verlangte Zwangskonvertierung von Frankenkrediten tragen. Daraus erwachse der Ersten eine im „sonstigen Ergebnis“ verbuchte Einmalbelastung von 144,9 Mio. Euro, schreibt die Bank am Freitag im Bericht zum dritten Quartal 2015.

Weitere Verbesserung der Profitabilität für 2016

Unverändert blieb damit die Indikation für das Betriebsergebnis 2015: Hier wird weiter ein Rückgang im mittleren einstelligen Prozentbereich erwartet. Erreichen will der Vorstand auch eine Eigenkapitalverzinsung von etwa 10 Prozent. Erstmals gab es eine Prognose für das kommende Geschäftsjahr 2016: Aufgrund eines weiterhin soliden Wirtschaftsausblicks für Zentral- und Osteuropa peile die Erste eine weitere Verbesserung der Profitabilität an und rechne mit einer Eigenkapitalverzinsung von 10 bis 11 Prozent.

Starker Anstieg des Nettogewinns

Den Konzern-Nettogewinn meldete die Erste für die ersten neun Monate 2015 bei 764,2 Mio. Euro. In dem von drastischen Abwertungen im Osten geprägten Vorjahr hatte es um diese Zeit einen Verlust von 1,4 Mrd. Euro gegeben. (APA)

 

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