NEWSROOM-Wissen: Zahlen und Fakten zu Österreichs Tourismus-Branche

19. November 2015 Drucken

In Österreichs stehen den in- und ausländischen Gästen rund 1,10 Mio. Betten in 63.800 gewerblichen und privaten Tourismus-Betrieben zur Verfügung. Dies ergibt die Bestandserhebung 2013/14 von Statistik Austria.  Die Auslastung der Betten lag im Winter mit 34,4% um 2,2 Prozentpunkte über jener im Sommer (32,2%), wobei im Vergleich zur jeweiligen Vorjahressaison die Werte im Winter um 0,8 Prozentpunkte abnahmen […]

Sölden ist die drittgrößte Tourismusgemeinde Österreichs - nach Wien und Saalbach.  |©  Isidor Nösig/oetztal.com

Sölden ist die drittgrößte Tourismusgemeinde Österreichs – nach Wien und Saalbach. |© Isidor Nösig/oetztal.com

In Österreichs stehen den in- und ausländischen Gästen rund 1,10 Mio. Betten in 63.800 gewerblichen und privaten Tourismus-Betrieben zur Verfügung. Dies ergibt die Bestandserhebung 2013/14 von Statistik Austria.  Die Auslastung der Betten lag im Winter mit 34,4% um 2,2 Prozentpunkte über jener im Sommer (32,2%), wobei im Vergleich zur jeweiligen Vorjahressaison die Werte im Winter um 0,8 Prozentpunkte abnahmen und im Sommer um 0,3 Prozentpunkte stiegen. Wien ist vor Saalbach-Hinterglemm und Sölden die größte Tourismusgemeinde Österreichs.

Mehr als die Hälfte des Bettenangebots in Tirol und Salzburg

Im Berichtszeitraum November 2013 bis Oktober 2014 waren 51,1% des Bettenangebots in den nächtigungsstärksten Bundesländern Tirol (22.900 Betriebe bzw. 350.200 Betten) und Salzburg (11.600 Betriebe bzw. 213.100 Betten) zu finden, wobei die Zahl der Betten gegenüber dem Vorjahreszeitraum in Salzburg um 1,5% zunahm und in Tirol um 0,2% abnahm. Nennenswerte Rückgänge der Bettenanzahl gab es in Oberösterreich und Kärnten (jeweils 1,4%), während in Wien (+3,4%) diesbezüglich die höchsten Zuwächse zu beobachten waren.
Die insgesamt zur Verfügung stehenden Betten verteilten sich zu beinahe drei Viertel (800.100) auf gewerbliche Betriebe, der Rest auf private Betriebe (302.700). Das Nächtigungsverhältnis lag betreffend gewerblicher und privater Betriebe bei 83,0% zu 17,0%, das Verhältnis der Anzahl der Betten bei 72,6% zu 27,4%, während die Zahl der gewerblichen Betriebe erheblich geringer als jene der privaten Betriebe war (31,0% zu 69,0%).

Auslastung in Wien am höchsten

Nach Bundesländern wurde die höchste Bettenauslastung in der Bundeshauptstadt Wien (Winter: 47,1%, Sommer: 62,0%) festgestellt, gefolgt von Tirol (Winter: 40,7%, Sommer: 29,4%). Im Vergleich zur Vorjahressaison wurden im Winter 2013/14 Auslastungsrückgänge im Westen von Österreich (Salzburg, Tirol und Vorarlberg) beobachtet, während in den östlichen Bundesländern (Wien, Burgenland, Niederösterreich) weniger Betten leer standen als noch in der Vorjahressaison. In den restlichen Bundesländern (Kärnten, Oberösterreich und Steiermark) blieb die Bettenauslastung konstant. In der Sommersaison stieg die Bettenauslastung nicht nur im Osten von Österreich (Wien, Burgenland, und Niederösterreich) sondern auch in Tirol an, während Oberösterreich wie im Winter konstant blieb. Die restlichen Bundesländer (Kärnten, Salzburg, Steiermark und Vorarlberg) wiesen negative Wachstumsraten auf .

Wien vor Saalbach und Sölden

Eine Analyse auf Gemeindebasis ergab, dass die drei größten Bettenanbieter im Winter 2013/14 und im Sommer 2014 Wien (65.900 bzw.66.900 Betten), Saalbach-Hinterglemm (17.400 bzw. 14.800) und Sölden (17.000 bzw. 13.700) waren. Der höchste Anteil an privaten Betten wurde in Mittelberg (Winter 38,2%, Sommer: 37,9%) verzeichnet, wo die durchschnittliche Betriebsgröße eines touristischen Beherbergungsbetriebs mit 10 Betten am geringsten war. Der gewerbliche Bettenanteil war in Wien am höchsten (Winter und Sommer: 98,7%; siehe Tabelle 4), dort umfasste im Schnitt ein Betrieb im Winter wie im Sommer 88 Betten. Die meisten Betten pro 1.000 Einwohner wurden in der Sommersaison in Ischgl (rd. 7.300 Betten) und in der Wintersaison in Obertauern (rd. 11.700 Betten) beobachtet, während in Wien das Verhältnis der touristischen Schlafgelegenheiten zu Einwohnern im Winter 37 bzw. im Sommer 38:1.000 betrug.

 

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