EU: Europaweite Paketzusendungen sind noch viel zu teuer

07. Januar 2016 Drucken
EU: Europaweite Paketzusendungen sind noch viel zu teuer
EU will einheitliche Preisregelung für Europas Paketdienste. | © Rainer Sturm/pixelio.de

Die Preise für Paketzustellungen ins Ausland durch nationale Postdienste sind fast fünfmal höher als für Paketzustellungen im Inland. Dies ergab eine Studie, die die Europäische Kommission aktuell veröffentlicht hat. Verbraucher und Einzelhändler werden demnach immer noch durch die hohen Kosten für grenzüberschreitende Zusendungen und die Probleme bei der Onlinebestellung in einem anderen Land abgeschreckt. Dabei […]

Die Preise für Paketzustellungen ins Ausland durch nationale Postdienste sind fast fünfmal höher als für Paketzustellungen im Inland. Dies ergab eine Studie, die die Europäische Kommission aktuell veröffentlicht hat. Verbraucher und Einzelhändler werden demnach immer noch durch die hohen Kosten für grenzüberschreitende Zusendungen und die Probleme bei der Onlinebestellung in einem anderen Land abgeschreckt. Dabei könnten Verbraucher EU-weit jährlich mehr als 11 Mrd. Euro sparen, wenn sie bei Onlinekäufen aus dem vollen Angebot an Waren und Dienstleistungen auswählen könnten.

Binnenmarkt vorantreiben

„Unser Ziel ist es, die grenzüberschreitende Versendung von Paketen sowohl für den Einzelnen als auch für kleine und mittlere Unternehmen reibungslos und kostengünstiger zu machen – nicht über Preisregulierung oder Preisobergrenzen sondern durch mehr Transparenz und Wettbewerb“, heißt es aus der EU-Kommission.

Zurzeit kaufen 44 Prozent der Verbraucher online in ihrem Land, nur 15 Prozent kaufen in einem anderen EU-Land ein. Der Umfang des elektronischen Handels variiert stark je nach Mitgliedstaat. Während im Jahr 2012 im Vereinigten Königreich 82 Prozent der Internetnutzer Online-Einkäufe getätigt haben, machten in Rumänien nur 11 Prozent der Internetnutzer von dieser Möglichkeit Gebrauch. In Deutschland, dem Vereinigten Königreich und in Frankreich werden 60 Prozent des EU-weiten Onlinehandels getätigt. Der grenzüberschreitende elektronische Handel wächst in der EU aber langsamer als der Handel innerhalb der Inlandsmärkte: 54 Prozent der Internetnutzer in der EU haben 2012 bei einem Online-Einzelhändler aus ihrem Land eingekauft, lediglich 14 Prozent haben dies bei einem Händler aus einem anderen Land getan.

Mehr zum Thema:

  1. Aktuelle Studie über Paketzustellungen innerhalb Europas