Weltfrauentag 2016: Finanzielle Abhängigkeit der Frauen nimmt nur langsam ab

08. März 2016 Drucken
Weltfrauentag 2016: Finanzielle Abhängigkeit der Frauen nimmt nur langsam ab
Der monatliche Sparbetrag der Frauen steigt langsam - liegt aber spürbar hinter dem der Männer zurück. |© F. Kolja Lenz/pixelio.de © F. Kolja Lenz/pixelio.de

Knapp drei Viertel der Frauen können ihren Lebensstandard alleine nicht sichern. Doch obwohl Frauen weniger verdienen, ist der monatliche Sparbetrag der weiblichen Bevölkerung in den letzten 2 Jahren gestiegen. Die Erste Bank stellt anlässlich des Frauentages eine repräsentative IMAS-Studie vor. Unabhängigkeit nimmt langsam zu Die Sparsumme der Österreicherinnen steigt konstant, ihre finanzielle Abhängigkeit vom Hauptverdiener sinkt und der Wunsch […]

Knapp drei Viertel der Frauen können ihren Lebensstandard alleine nicht sichern. Doch obwohl Frauen weniger verdienen, ist der monatliche Sparbetrag der weiblichen Bevölkerung in den letzten 2 Jahren gestiegen. Die Erste Bank stellt anlässlich des Frauentages eine repräsentative IMAS-Studie vor.

Unabhängigkeit nimmt langsam zu

Die Sparsumme der Österreicherinnen steigt konstant, ihre finanzielle Abhängigkeit vom Hauptverdiener sinkt und der Wunsch nach frauenspezifischen Finanzprodukten kommt immer häufiger zum Ausdruck. Auch in Beziehungen spielt das Thema Finanzen eine große Rolle.

Sparbetrag bei 202 Euro/Monat

Der monatliche Sparbetrag der weiblichen Bevölkerung ist in den letzten 2 Jahren um 28 Euro gestiegen und liegt derzeit bei 202 Euro. Zwar legen männliche Sparer durchschnittlich mit 243 Euro mehr zur Seite, ihr Sparbetrag ist seit 2014 aber nur um 18 Euro gestiegen. Hauptsparmotiv bleibt bei Frauen die Zukunftsvorsorge (34%) dicht gefolgt von dem Notgroschen (26%). Herr und Frau Österreicher zwicken zudem 41% vom Sparbetrag für andere Familienmitglieder ab.

Aktien werden bei Frauen beliebter

Die Österreicherinnen vertrauen weiterhin auf traditionelle Sparformen wie Sparbuch (81%) oder Bausparer (72%). Knapp die Hälfte der Frauen veranlagt Geld in Lebensversicherungen (47%) und/oder die Pensionsvorsorge (45%).  Erfreulich entwickelt sich auch der Wertpapierbesitz von Frauen, denn der Wert ist zum Vorjahr um 8 Prozentpunkte angestiegen.

7 von 10 Paaren entscheiden bei Finanzthemen gemeinsam

68% der Partner sprechen sich bei Geld- und Finanzangelegenheiten untereinander ab. Der Mann bleibt in Beziehungen der Hauptverdiener: 58% der Österreicherinnen geben an, dass der männliche Partner mehr verdient. Knapp drei Viertel dieser Frauen sind zudem nicht in der Lage ihren Lebensstandard alleine zu sichern. Trotz dieser dramatischen Zahlen lässt sich ein leichter Abwärtstrend erkennen:  Während 2015 noch 78% der Frauen finanzielle Abhängigkeit ausdrückten, sind es heuer nur 73%. Jedes 2. Paar hat streng getrennte Konten, 29% zusätzlich noch ein Gemeinschaftskonto und 22% haben überhaupt nur ein gemeinsames Konto.