Heimische Milchwirtschaft 2015 mit leichtem Jahresplus

18. März 2016 Drucken
Heimische Milchwirtschaft 2015 mit leichtem Jahresplus
Michlwirtschaft: Wichtigstes Exportprodukt ist Käse. |© Rolf-Jürgens/pixelio.de © /pixelio.de

2015 wurden Milchprodukte im Gesamtwert von 1,16 Mrd. Euro exportiert und im Wert von 697 Mio. Euro importiert. Weltweit fallende Preise und höhere Mengen ergaben ein gestiegenes Saldo im Außenhandel von 458 Mio. Euro (+2,6 %). Hoher Ex- und Importanteil Mit einem Exportanteil von 51,3 % und einem Importanteil von 31 % bezogen auf den […]

2015 wurden Milchprodukte im Gesamtwert von 1,16 Mrd. Euro exportiert und im Wert von 697 Mio. Euro importiert. Weltweit fallende Preise und höhere Mengen ergaben ein gestiegenes Saldo im Außenhandel von 458 Mio. Euro (+2,6 %).

Hoher Ex- und Importanteil

Mit einem Exportanteil von 51,3 % und einem Importanteil von 31 % bezogen auf den Gesamtumsatz der österreichischen Milchwirtschaft zeigt sich, dass die heimische Milchwirtschaft zu einem sehr großen Anteil von der Entwicklung auf ausländischen Märkten anhängig ist.

Österreichs Molkereien haben insbesondere mit verarbeiteten Produkten eine höhere Wertschöpfung erzielt. Wichtigstes Exportprodukt ist Käse, hier wuchs die Exportmenge von 125.000 auf 135.000 Tonnen, trotz Preiseinbußen gab es hier einen erhöhten Exportumsatz, importiert wurden mit einer Menge von 109.000 Tonnen gleich viel als zuletzt, allerdings gingen hier die Preise stärker zurück, die Exportpreise übertrafen die durchschnittlichen Importpreise, was von der hohen Qualität der heimischen Käseexporte zeugt. Bei den Butterexporten dominierten die Importe, vor allem die Lebensmittelketten und die verarbeitende Industrie importieren sehr viel.

Wichtige Produktgruppen im Export sind auch Joghurt und fermentierte Milchprodukte, hier standen 139.000 Tonnen Exporte 40.000 Tonnen Importen gegenüber. Bei den flüssigen Milchprodukten gab es einen Rückgang von 773.000 auf 748.000 Tonnen, hier zeigt sich der Trend, dass die heimische Milchwirtschaft vor allem auf verarbeitete Produkte setzt.
Hauptabnehmer im Export ist mit 48 % Deutschland, gefolgt von Italien mit 20 %, insgesamt werden 90 % in EU-Länder und 10 % in Drittländer geliefert, auch importseitig dominiert Deutschland mit 62 %, 97 % der Importe kommen aus EU-Ländern und lediglich 3 % aus Nicht-EU-Ländern.

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  1. Presseaussendung des Verbands Österreichischer Milchverarbeiter