Studie: Unternehmen weltweit schlecht auf Krisen vorbereitet

14. April 2016 Drucken
Studie: Unternehmen weltweit schlecht auf Krisen vorbereitet
Unternehmen haben kaum Strategie für Krisenfall. |© Andreas Hermsdorf /pixelio.de © Andreas Hermsdorf /pixelio.de

Die globale Deloitte Studie „A crisis of confidence“ enthüllt große Defizite der Unternehmen bei der aktiven Krisenprävention. Zwar vertrauen 76 % der Befragten auf die grundsätzliche Fähigkeit ihres Unternehmens mit Krisen umzugehen. Aber nur weniger als die Hälfte glaubt, dass auch die Ressourcen und Abläufe für eine bestmögliche Krisenbewältigung vorhanden sind. Früherkennung wesentlich Im Rahmen […]

Die globale Deloitte Studie „A crisis of confidence“ enthüllt große Defizite der Unternehmen bei der aktiven Krisenprävention. Zwar vertrauen 76 % der Befragten auf die grundsätzliche Fähigkeit ihres Unternehmens mit Krisen umzugehen. Aber nur weniger als die Hälfte glaubt, dass auch die Ressourcen und Abläufe für eine bestmögliche Krisenbewältigung vorhanden sind.

Früherkennung wesentlich

Im Rahmen der internationalen Deloitte Studie wurden 300 Vorstandsmitglieder führender Unternehmen mit Jahresumsätzen zwischen 500 Millionen und 20 Milliarden US-Dollar befragt. Die Ergebnisse zeigen eine Diskrepanz zwischen dem grundsätzlichen Vertrauen in die Handlungsfähigkeit und der Skepsis in Bezug auf die Krisenprävention der Unternehmen. 76 % der Vorstandsmitglieder glauben, dass ihr Unternehmen in einer plötzlichen Krisensituation an sich richtig reagieren würde. Demgegenüber geben aber nur 49 % an, dass auch Maßnahmen zur frühzeitigen Erkennung von Gefahren gesetzt werden. Ebenso nur 49 % verfügen über ein Krisenhandbuch. Nur 32 % führen außerdem im Unternehmen Krisensimulationen oder -trainings durch.

Laut der Deloitte Studie nennen 73 % der Befragten einen Reputationsverlust als größtes Risiko, dicht gefolgt von den Gefahren durch Cyber Crime (70 %). Zwei Drittel sehen Probleme in der Versorgungskette, überbordende Regularien und Naturkatastrophen als Risikofaktoren.

Hier offenbart sich eine weitere Lücke: Die Vorstände wissen zwar gut über die Schwächen ihrer Unternehmen Bescheid, räumen aber einen Mangel an Maßnahmen zur Beseitigung derselben ein. So sehen beispielsweise zwar 73 % der Befragten die Verletzlichkeit der Reputation als Schwachpunkt, während aber nur 39 % angeben, einen Plan zur Beseitigung dieses Risikofaktors zu haben.

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