Rauchverbot in Gastronomie: Prämie für freiwilligen Umstieg läuft aus

10. Juni 2016 Drucken
Rauchverbot in Gastronomie: Prämie für freiwilligen Umstieg läuft aus
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Bis zum 1. Mai 2018 ist das Rauchverbot in Gastronomie und Hotellerie umzusetzen. Durch eine steuerliche Prämie in Höhe von 30% sollen Unternehmen ihren Betrieb vor dem 1. Juli 2016 auf die neue Rechtslage umzustellen. Die Bemessungsgrundlage Bemessungsgrundlage für die Prämie ist der Restbuchwert zum Jahresende 2015 (vor einer allfälligen Teilwertabschreibung) für in den Vorjahren […]

Bis zum 1. Mai 2018 ist das Rauchverbot in Gastronomie und Hotellerie umzusetzen. Durch eine steuerliche Prämie in Höhe von 30% sollen Unternehmen ihren Betrieb vor dem 1. Juli 2016 auf die neue Rechtslage umzustellen.

Die Bemessungsgrundlage

Bemessungsgrundlage für die Prämie ist der Restbuchwert zum Jahresende 2015 (vor einer allfälligen Teilwertabschreibung) für in den Vorjahren getätigte bauliche Maßnahmen zur Trennung der Räumlichkeiten in einen Raucher- und einen Nichtraucherbereich. Bei vom Kalenderjahr abweichender Gewinnermittlung ist das bei der Veranlagung 2015 zu erfassende Wirtschaftsjahr maßgeblich.

Beispiel

Anfang 2011 wurden für die Trennung von Nichtraucher und Raucherbereich Aufwendungen in Höhe von € 22.000 getätigt. Jährliche AfA bis einschließlich 2015 waren je 3%.

  • Abschreibung 2011 – 2015 (5 Jahre zu 3%) = € 3.300
  • Restbuchwert zum 31.12.2015 = € 18.700
  • Davon 30% ist die Prämie = € 5.610

Wurde der Aufwand aus der Investition pauschal berücksichtigt, steht die Prämie ebenfalls zu. In diesem Fall ist für die Bemessungsgrundlage ein rechnerischer Buchwert auf Grundlage der regulären AfA zu ermitteln.

Die Ermittlung der Bemessungsgrundlage ist zu dokumentieren. Sie muss auch den belegmäßigen Nachweis beinhalten und ist auf Verlangen der Abgabenbehörde vorzulegen.
Die Prämie kann in Rahmen der Steuererklärung 2015 oder 2016 mit dem Formular E108c geltend gemacht werden. Wurde das Rauchverbot bereits zum Zeitpunkt der Abgabe der Erklärung 2015 umgesetzt, ist die Prämie für das Jahr 2015 zu beantragen, ansonsten 2016. Eine nachträgliche Antragstellung ist bis zur Rechtskraft des Bescheides möglich.
Die Prämie wird auf dem Abgabenkonto gutgeschrieben. Sie stellt keine Betriebseinnahme dar und führt auch nicht zu einer Kürzung der damit zusammenhängenden Aufwendungen.

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  1. Informationen der WK Oberösterreich