ORF startet Gründer-Initiative in der Medienbranche

10. Juni 2016 Drucken
ORF startet Gründer-Initiative in der Medienbranche
ORF-Generaldirektor A. Wrabetz und Finanzdirektor R. Grasl verkünden Start up-Initiative des ORF. |© APA © APA

Der ORF wird zum Investor für Medien-Start ups und Verlage. Erste Beteiligungen wurden vorgestellt. Kooperationen und Beteiligungen ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz und Finanzdirektor Richard Grasl haben die ersten Schritte zum ORF-Start-up-Cluster präsentiert. Grasl berichtete in der Tageszeitung „Kurier“ von Kooperationen mit dem Nachrichtendienst Updatemi und der Grußbotschaft-Plattform Greetzly. Mit zwei weiteren Start-ups gebe es Verhandlungen. Im […]

Der ORF wird zum Investor für Medien-Start ups und Verlage. Erste Beteiligungen wurden vorgestellt.

Kooperationen und Beteiligungen

ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz und Finanzdirektor Richard Grasl haben die ersten Schritte zum ORF-Start-up-Cluster präsentiert. Grasl berichtete in der Tageszeitung „Kurier“ von Kooperationen mit dem Nachrichtendienst Updatemi und der Grußbotschaft-Plattform Greetzly. Mit zwei weiteren Start-ups gebe es Verhandlungen. Im Rahmen der Initiative beteilige sich der ORF in einem Ausmaß von sieben bis zehn Prozent. In einem Fall sei dabei Geld geflossen, der Großteil laufe über Media-Leistungen wie Werbung oder Kooperationsvereinbarungen, so Grasl. Zugleich bot der Finanzdirektor anderen heimischen Medien und Verlagshäusern an, sich am Start-up-Cluster des ORF zu beteiligen.

Geteilte Meinungen

Kritik an diesen Aktivitäten kam umgehend vom Verband Österreichischer Privatsender (VÖP): Auch wenn der ORF betont, dass es sich dabei nicht um Gebührengelder handeln würde, sei es logische Konsequenz, dass die finanziellen Mittel, die der ORF hierfür verwendet, nicht mehr dem ORF-Programm zur Verfügung stehen. Angesichts einer möglichen Gebührenerhöhung ab 2017 erscheine diese Mittelverwendung völlig abwegig. (APA)