Schwache Lohnentwicklung: Verdienste lagen 2014 im Mittel bei 13,87 Euro brutto pro Stunde

28. Juli 2016 Drucken
Schwache Lohnentwicklung: Verdienste lagen 2014 im Mittel bei 13,87 Euro brutto pro Stunde
©M. Großmann/pixelio.de

Unselbständig Beschäftigte verdienten in der Privatwirtschaft 2014 im Mittel (Median) 13,87 Euro brutto pro Stunde, wie Statistik Austria berichtet. Im Vergleich zur Verdienststrukturerhebung 2010 stiegen die Bruttostundenverdienste nominal um 8,5% (durchschnittlich 2,1% pro Jahr). Inflationsbereinigt zeigt sich jedoch, dass die mittleren Bruttostundenverdienste real seit 2010 um 1,1% zurückgingen (-0,3% pro Jahr).

Starke Verdienstunterschiede nach Branchen und Berufen

Im Produzierenden Bereich waren die Verdienste 2014 mit 15,19 Euro traditionell höher als im Dienstleistungsbereich mit 13,12 Euro. Beschäftigte im Dienstleistungsbereich verdienten demnach brutto pro Stunde um 13,6% weniger als Beschäftigte im Produzierenden Bereich.

Im größten Wirtschaftsabschnitt „Herstellung von Waren“ lagen die Verdienste 2014 bei 15,48 Euro. Beschäftigte im „Handel“ verdienten im Vergleich mit 12,32 Euro brutto pro Stunde und somit 20,4% weniger. Am höchsten waren die Verdienste 2014 in den Bereichen „Energieversorgung“ (22,60 Euro), „Erbringung von Finanz- und Versicherungsdienstleistungen“ (20,40 Euro) sowie „Information und Kommunikation“ (19,37 Euro). Die niedrigsten Bruttostundenverdienste verzeichnete die „Beherbergung und Gastronomie“ mit 8,67 Euro brutto pro Stunde (ohne Trinkgelder).

Nach Berufsgruppen lagen die Verdienste von Führungskräften mit 29,24 Euro erwartungsgemäß an der Spitze, gefolgt von Beschäftigten in akademischen Berufen mit 20,22 Euro und Fachkräften in technischen und gleichrangigen nichttechnischen Berufen mit 17,12 Euro. Bürokräfte und verwandte Berufe verdienten mit 14,05 Euro etwas weniger als Personen in Handwerks- und verwandten Berufen mit 14,47 Euro. Am niedrigsten waren die Verdienste von Beschäftigten in Dienstleistungsberufen sowie Verkäuferinnen und Verkäufern mit 10,69 Euro bzw. Hilfsarbeitskräften mit 9,91 Euro brutto pro Stunde.

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