Vorarlberg: So sollen leere Wohnungen den Markt beleben

23. August 2016 Drucken
Vorarlberg: So sollen leere Wohnungen den Markt beleben
In Vorarlberg stehen 7.000 bis 10.000 Wohnungen leer. |© APA © APA

Seit Jänner läuft in Dornbirn ein Pilotprojekt, dass leer stehende Wohnungen auf den Markt bringen soll. Vermieter erhalten Unterstützung bei Wohnungsverwaltung und Zahlungsgarantien. Dafür geben sie sich mit leicht reduzierter Miete zufrieden.   Viele Leerstände Im Rahmen des Projekts „Sicher vermieten“ übernimmt die Vorarlberger gemeinnützige Wohnbau- und Siedlungsgesellschaft (Vogewosi) die Verwaltung der Wohnungen, das Land gibt […]

Seit Jänner läuft in Dornbirn ein Pilotprojekt, dass leer stehende Wohnungen auf den Markt bringen soll. Vermieter erhalten Unterstützung bei Wohnungsverwaltung und Zahlungsgarantien. Dafür geben sie sich mit leicht reduzierter Miete zufrieden.

 

Viele Leerstände

Im Rahmen des Projekts „Sicher vermieten“ übernimmt die Vorarlberger gemeinnützige Wohnbau- und Siedlungsgesellschaft (Vogewosi) die Verwaltung der Wohnungen, das Land gibt eine Garantie für Mietausfälle. Im Gegenzug verzichtet der Vermieter auf 20 Prozent der Mieteinnahmen. In Vorarlberg stehen laut Schätzungen 7.000 bis 10.000 Wohnungen leer. In Dornbirn sind es zwischen 1.200 und 1.500, bei einer konstanten Wohnungswerberzahl von durchschnittlich 1.000 Personen. Projektpartner bei „Sicher Vermieten“- dem ersten derartigen Projekt in Österreich, das auch umgesetzt wird – sind neben Land Vorarlberg und Stadt Dornbirn, die Vogewosi und die Vorarlberger Eigentümervereinigung (VEV).

Hilfestellung im Vermietungsprozess

Konkret nimmt sich die VEV der Klärung rechtlicher Belange an, berät und unterstützt bei der Anmeldung. Die Vogewosi übernimmt die Verwaltung der Wohnungen und regelt zuvor die Kontakte zwischen Eigentümern und Mietern. Zudem organisiert sie die Mietverträge, die dann allerdings zwischen Vermieter und Mieter geschlossen werden. Das Land Vorarlberg gibt Eigentümern eine Garantie für mögliche Mietausfälle. Sie werden von den Projektpartner auf Basis der Erfahrungen der Vogewosi mit rund drei Prozent angegeben. Im Gegenzug verzichtet der Eigentümer auf 20 Prozent des Richtwertmietzinses, der in Vorarlberg 2015 8,28 Euro netto pro Quadratmeter beträgt.

 

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