Handel: Die 10 erfolgreichsten Online-Shops in Österreich

21. September 2016 Drucken
Handel: Die 10 erfolgreichsten Online-Shops in Österreich
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In Österreich stiegen 2015 die Online-Umsätze der 250 größten Internetshops im Vergleich zum Vorjahr um 11,6 Prozent auf 2,1 Mrd. Euro. Amazon ist dabei übermächtig.  Die Nase vorne unter den Online-Shops hat hierzulande der Versandriese Amazon. Auf amazon.at kauften die Österreicher 2015 um 551,6 Mio. Euro ein, unter amazon.com wurden Waren um weitere 43,6 Mio. Euro bestellt. Dies beschreibt […]

In Österreich stiegen 2015 die Online-Umsätze der 250 größten Internetshops im Vergleich zum Vorjahr um 11,6 Prozent auf 2,1 Mrd. Euro. Amazon ist dabei übermächtig. 

Die Nase vorne unter den Online-Shops hat hierzulande der Versandriese Amazon. Auf amazon.at kauften die Österreicher 2015 um 551,6 Mio. Euro ein, unter amazon.com wurden Waren um weitere 43,6 Mio. Euro bestellt. Dies beschreibt ein Drittel des Umsatzs der Top 250. Das geht aus einer Studie des Handelsverbandes  EHI hervor.  Die größten Player sind in Österreich Amazon.at (477,1 Mio. Euro), gefolgt von Universal.at (112,4 Mio. Euro) und Zalando.at. (95 Mio. Euro). Tchibo spülten die heimischen Internet-Geschäfte etwa 50 Mio. Euro in die Kassen, gefolgt vom ersten echten heimischen Unternehmen, dem Computerhändler e-tec, wo 49,5 Mio. Euro umgesetzt wurden.

5 Prozent der Handelsumsätze

In der Tageszeitung „Die Presse“ bezeichnet der Wiener Handelsökonom Peter Schnedlitz Österreich als „kein onlineaffines Land“. So rechnet der Ökonom damit, dass derzeit nur fünf Prozent der heimischen Handelsumsätze im Internet generiert werden. Bei Kleidung, Büchern oder Elektronik ist ein Marktanteil von 15 Prozent realistisch. Im Lebensmittelbereich liege der Anteil hingegen bei „weit unter einem Prozent“. In Summe erreiche das Onlinegeschäft eines Lebensmittelhändlers nicht einmal den Umsatz einer guten Filiale.

Mehr Wachstum und Konzentration

Das Online-Handel bleibt auf Grund der niedrigen Ausgangspositionen aber höchst dynamisch. 2,1 Mrd. Euro wurden in 2014 in Österreich von den Top-250-Onlineshops mit physischen Waren im Internet umgesetzt. Damit ist das Wachstum der Top-250-Onlineshops mit 11,6 Prozent höher ausgefallen als in Deutschland (9 Prozent). Ebenso ist die Konzentration gestiegen. In Österreich machen die Top 10 mit 46,3 Prozent schon fast die Hälfte des Umsatzes der Top 250 aus, sicherlich auch getrieben durch den größten Player Amazon. Die in Österreich tätigen Top-250 Online-Händler erzielen in der DACH-Region die höchsten Umsatzzugewinne. „Neben Mobile-Lösungen und Online-Marktplätzen als Vertriebskanäle, bieten nach wie vor 50 % der in Österreich tätigen Online-Händler stationäre Präsenzen als alternativen Touchpoint an“, heißt es in einer Aussendung des österreichischen Handelsverbandes.

Aktive Alpenländer

Der Markt in Österreich ist dynamisch. 44 neue Onlineshops konnten sich im Ranking platzieren, wobei die vordersten Ränge fest belegt sind. In Österreich finden sich 12 Neueinsteiger unter den Top 150. Die vorderen Ränge sind von Generalisten belegt, die in Österreich fast die Hälfte (46,6 Prozent) und in der Schweiz fast ein Drittel (31,5 Prozent) des Umsatzes generieren.

Mehr Services

Zu den Trends gehören unter anderem eine verstärkte Verbreitung mobil verfügbarer Onlineshops und ein erhöhtes Angebot an Click & Collect, bei dem Kunden online getätigte Bestellungen im stationären Store abholen können. Bereits jeweils rund ein Viertel bietet diesen Service an, was für Österreich eine Verdopplung und für die Schweiz eine dreifache Erhöhung bedeutet. Die größte Verbreitung haben aber nach wie vor die Österreichische Post (42,0 Prozent) und die Schweizerische Post (63,6 Prozent).

Einkaufsportal Smartphone

Mobile wird im Kontext von Omnichannel immer wichtiger: Die mobile Website ist in diesem Jahr sowohl in Österreich wie auch der Schweiz der am meisten verbreitete zusätzliche Vertriebskanal.

 

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