Internationalisierung: Heimische Unternehmen gründen mehr Auslandstöchter

04. Oktober 2016 Drucken
Internationalisierung: Heimische Unternehmen gründen mehr Auslandstöchter
Rainer Sturm_pixelio.de

Die Anzahl der von österreichischen Unternehmen kontrollierten Auslandstöchter stieg im Jahr 2014 um 5,5% oder knapp 350 Einheiten. Die aktuelle Zahl liegt damit bei über 6.400 österreichischen Auslandstöchtern.  Anstieg schlägt sich in Beschäftigtenzahlen nieder Im gleichen Zeitraum gab es in Österreich rund 10.400 Unternehmen, die einem nicht-österreichischen Konzern angehörten. Das bedeutet einen Anstieg von zuletzt 2,1% […]

Die Anzahl der von österreichischen Unternehmen kontrollierten Auslandstöchter stieg im Jahr 2014 um 5,5% oder knapp 350 Einheiten. Die aktuelle Zahl liegt damit bei über 6.400 österreichischen Auslandstöchtern. 

Anstieg schlägt sich in Beschäftigtenzahlen nieder

Im gleichen Zeitraum gab es in Österreich rund 10.400 Unternehmen, die einem nicht-österreichischen Konzern angehörten. Das bedeutet einen Anstieg von zuletzt 2,1% oder rund 220 Einheiten, wie aktuelle Daten von Statistik Austria zeigen. Im Berichtszeitraum stiegen auch die entsprechenden Beschäftigtenzahlen. In den Auslandstöchtern österreichischer Unternehmen waren im Jahr 2014 rund 1,1 Millionen Personen beschäftigt. Gegenüber 2013 entspricht das einem Anstieg von 2,4% oder mehr als 25.000 Beschäftigungsverhältnissen.
Die auslandskontrollierten Unternehmen in Österreich beschäftigten 2014 mehr als 560.000 Personen (Beschäftigungsverhältnisse), rund 10.000 mehr als im Jahr davor (+1,8%). Dies entsprach einem Fünftel aller Jobs (19,9%) im marktwirtschaftlich orientierten Unternehmensbereich in Österreich. Der Anstieg der Beschäftigungsverhältnisse im In- wie auch im Ausland ging zu einem guten Teil auf die Entwicklung im Groß- und Einzelhandel zurück, der in beiden Kategorien stark vertreten ist (34% der auslandskontrollierten Einheiten im Inland bzw. 23% der Auslandstöchter). Bei den Auslandstöchtern wurden signifikante Rückgänge bei den Finanzdienstleistungen (Banken und Versicherungen) vor allem durch Zugewinne in der Herstellung von Waren (insbesondere im Kfz-Bereich) kompensiert. Im Inland traten auch markante Einmaleffekte aufgrund von Übernahmen großer österreichischer Einheiten (z. B. im Telekom-Bereich) durch ausländische Unternehmensgruppen auf.
Die Entwicklung der Umsatzzahlen, insbesondere bei österreichischen Auslandstöchtern, ist vor allem auf die bereits erwähnten Ergebnisse im Groß- und Einzelhandel, aber auch auf die generell schwache Entwicklung im vorangegangenen Berichtsjahr zurückzuführen.

Mehr zum Thema: 

  1. Presseaussendung der Statistik Austria